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ACE und Dazn: Illegaler Streamingdienst mit Millionen Nutzern zerschlagen

Die ACE und Dazn feiern einen neuen Erfolg im Kampf gegen illegales Streaming . Ein Dienst mit 26 Millionen Besuchern pro Jahr ist nun offline.
/ Marc Stöckel
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Dazn und die ACE zwingen illegalen Streamingdienst zur Abschaltung. (Bild: Daniela Porcelli/Getty Images)
Dazn und die ACE zwingen illegalen Streamingdienst zur Abschaltung. Bild: Daniela Porcelli/Getty Images

Der Anti-Piraterie-Organisation Alliance for Creativity and Entertainment (ACE) ist es in Zusammenarbeit mit Dazn gelungen, den Betreiber eines illegalen Streamingdienstes dazu zu bewegen, seine Aktivitäten einzustellen und seinen Service vom Netz zu nehmen. Laut Pressemitteilung der ACE(öffnet im neuen Fenster) geht es um den Dienst Photocall, der allein im vergangenen Jahr mehr als 26 Millionen Besucher vorweisen konnte.

Mit einem Anteil von 30 Prozent erhielt der Streamingdienst den Angaben zufolge besonders viel Traffic aus Spanien, wo auch der Betreiber von Photocall operierte. Weitere 13 Prozent der Besucher kamen aus Mexiko. Danach folgten Deutschland, Italien und die USA, die jeweils sechs Prozent der Nutzerschaft ausmachten.

Wer jetzt versucht, eine der Webseiten von Photocall aufzurufen, wird automatisch auf die Watch-Legally-Seite(öffnet im neuen Fenster) der ACE umgeleitet. Dort listet die Organisation Streamingdienste auf, deren Betrieb und Nutzung legal ist: etwa Amazon Prime Video, Apple TV, Netflix, Disney+, Paramount+, Dazn und viele weitere.

Mehrere Dazn-Partner betroffen

Der ACE zufolge bot Photocall seinen Nutzern unrechtmäßig Zugriff auf 1.127 TV-Kanäle aus 60 verschiedenen Ländern. Auch Sportveranstaltungen konnten auf der Plattform gestreamt werden. Das erklärt auch, weshalb der Sportstreamingdienst Dazn an den Ermittlungen beteiligt war.

Laut Dazn-CEO Oscar Vilda waren zwar die Kanäle von Dazn selbst nicht betroffen, dafür aber mehrere Partner des Unternehmens. Konkret genannt werden unter anderem MotoGP, Formel 1, NFL (National Football League), NHL (National Hockey League), die Women's Tennis Association (WTA) und mehrere Vereinskanäle wie Real Madrid TV.

Vilda betont, Dazn habe zusammen mit der ACE "den Wert dieser Rechte geschützt und sichergestellt, dass Fans weiterhin Live-Sportübertragungen in höchster Qualität zu einem erschwinglichen Preis genießen können, ohne sich dem Risiko von Malware oder Betrug auszusetzen" . Ob die Preise von Dazn tatsächlich als "erschwinglich" angesehen werden können, ist angesichts der teils versteckten und rechtlich fragwürdigen Preiserhöhungen der vergangenen Jahre allerdings sicherlich eine Frage der Perspektive .


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