Accessibility Services: Google droht Entwicklern mit Ausschluss aus dem Play Store

Google hat Entwickler mit der Löschung ihrer App aus dem Play Store gedroht, sofern diese Accessibility-Service-APIs nicht ausschließlich für Funktionen verwenden, die Nutzern mit Einschränkungen helfen. Dazu zählen eine Reihe von beliebten Hilfs-Apps.

Artikel veröffentlicht am ,
Im Play Store könnten künftig einige bekannte Apps fehlen.
Im Play Store könnten künftig einige bekannte Apps fehlen. (Bild: Screenshot Golem.de)

In einer E-Mail hat Google Entwicklern mit dem Ausschluss ihrer App aus dem Play Store gedroht, sofern diese bestimmte APIs nicht in der eigentlich vorgesehenen Weise verwenden. Konkret geht es um APIs, die die Accessibility Services betreffen, also Hilfsdienste für Nutzer mit körperlichen Einschränkungen. XDA Developers liegt die betreffende E-Mail vor.

Google hat abwegige API-Nutzung bisher nicht kritisiert

Stellenmarkt
  1. SAP FI/CO Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim
  2. Agiler Inhouse Java Softwerker (m/w/d)
    PROSOZ Herten GmbH, Herten
Detailsuche

Bisher konnten Entwickler die Accessibility-Service-APIs unbehelligt auch für Anwendungen nutzen, die klar ersichtlich keine Apps für eingeschränkte Nutzer sind - Google hatte damit kein Problem. Hintergrund sind die Möglichkeiten, die die APIs bieten: So können Apps mit ihrer Hilfe beispielsweise Informationen über andere aktuell laufende Prozesse erhalten oder über jede Tasteneingabe. Eingaben können auch abgefangen und durch andere ersetzt werden.

All diese Funktionen lassen sich dank der Accessibility-Service-APIs auch ohne Root-Zugang nutzen. Eine Reihe beliebter Apps nutzt die APIs daher gezielt, um bestimmte Funktionen zu bieten. Zu den bekanntesten dürfte Tasker gehören, mit der Nutzer einfache "wenn, dann"-Aktionen programmieren können. Andere Apps wie etwa Greenify überwachen die aktuell laufenden Apps und können diese beenden.

Google hat offenbar Sicherheitsbedenken

In der E-Mail weist Google die Entwickler darauf hin, dass die Accessibility-Service-APIs nur noch in der eigentlich angedachten Funktion verwendet werden sollen - nämlich, um Nutzern mit Einschränkungen einen einfacheren Zugang zu bieten. Hintergrund dürfte die Möglichkeit sein, dank der APIs auf eine Reihe von wichtigen Systemprozessen Zugriff zu bekommen, die für Exploits genutzt werden können.

Golem Akademie
  1. Dive-in-Workshop: Kubernetes
    28.09. / 30.09. / 5.10. / 7.10.2021, online
  2. Advanced Python - Fortgeschrittene Programmierthemen
    16./17. September 2021, online
  3. Webentwicklung mit React and Typescript
    20.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Zwar müssen Nutzer bei Installation einer App, die die Accessibility-Service-APIs verwendet, explizit bestätigen, dass die Anwendung weitreichenden Zugriff erhält. Dies reicht Google aber offenbar nicht mehr aus.

Für Entwickler, die die APIs lediglich verwenden, um einen weitreichenden Zugriff auf Systemkomponenten zu erhalten, dürfte die Ankündigung unter Umständen das Ende ihrer App bedeuten. Benachrichtigte Entwickler haben 30 Tage Zeit, die Berechtigungen aus ihrer Anwendung zu entfernen. Danach werde die App aus dem Play Store genommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Connect-App
CDU zeigt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken an

Nach dem Auffinden einer Lücke in einer CDU-App zeigt die Partei nun die Finderin an. Der CCC will deshalb keine Lücken mehr an die CDU melden.

Connect-App: CDU zeigt offenbar Hackerin nach Melden von Lücken an
Artikel
  1. Ladestationen: Tesla erhöht Supercharger-Preise deutlich
    Ladestationen
    Tesla erhöht Supercharger-Preise deutlich

    Die Nutzung der Tesla-Supercharger kostet ab sofort mehr. Die Preise für das Laden liegen nun bei 0,40 Euro pro kWh - spürbar höher als Anfang 2021.

  2. Zetta: Russisches E-Auto mit originellem Antrieb soll 2021 kommen
    Zetta
    Russisches E-Auto mit originellem Antrieb soll 2021 kommen

    Die Serienproduktion des ersten russischen Elektroautos Zetta soll bald beginnen. Der Kleinwagen verfügt als Besonderheit über Radnabenmotoren.

  3. Victorian Big Battery: Tesla-Speicher brannte vier Tage lang
    Victorian Big Battery
    Tesla-Speicher brannte vier Tage lang

    Viel Aufwand war nötig, um das brennende Akku-Modul zu löschen.

ello 16. Nov 2017

Ok Danke, werde mal die Tage schauen.

artus 16. Nov 2017

Ist das dein Ernst? Pros und Nicht-Pros? Pro wie Profi? Ich lach mich schlapp, dass...

Tuxgamer12 15. Nov 2017

Thema Privatsphäre durch das entfernen von Play Services definitiv ein gigantischer...

Clown 14. Nov 2017

Interessant Vorstellung: Trüffelpasta bei McD ;)



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Speicherwoche bei Saturn Samsung • Robas Lund DX Racer Gaming-Stuhl 153,11€ • HyperX Cloud II Gaming-Headset 59€ • Bosch Professional Werkzeuge und Messtechnik • Samsung Galaxy Vorbesteller-Aktion • Speicherwoche bei Media Markt • 60 Jahre Saturn-Aktion [Werbung]
    •  /