Abo
  • IT-Karriere:

Access 4.0: Telekom will eigene Open-Source-Technik für Festnetz

Die Telekom hat Partner gefunden, um Software und Hardware als Ausrüstung im Festnetz als Open Source zu entwickeln. Billige Hardware soll dabei die Grundlage für FTTH/B sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Von links: Filippo Rizzante (Reply), Robert Soukup (Deutsche Telekom) sowie Ram Velaga von Broadcom und Hannes Gredler (RtBrick)
Von links: Filippo Rizzante (Reply), Robert Soukup (Deutsche Telekom) sowie Ram Velaga von Broadcom und Hannes Gredler (RtBrick) (Bild: Deutsche Telekom)

Gemeinsam mit Reply als Co-Entwicklungspartner arbeitet die Deutsche Telekom weiter an Backhaul-Technik als Open Source. Das gab das Unternehmen auf dem Mobile World Congress in Barcelona bekannt. Im Programm Access 4.0 sei geplant, über am Netzrand aufgestellte Mini-Rechenzentren Breitband-Internetanschlüsse und VPN-Zugänge herzustellen.

Stellenmarkt
  1. GASCADE Gastransport GmbH, Kassel
  2. Dataport, Magdeburg,Halle (Saale)

Die Telekom wird zudem mit Broadcom und RtBrick zusammenarbeiten, um ein Broadband Network Gateway (BNG) auf Basis von Netzwerk-Chips für den Massenmarkt zu entwickeln. Dieser BNG soll das Herzstück der A4-Plattform sein.

Im Rahmen des Programms Access 4.0 versucht die Telekom, ein mehr softwarebasiertes Referenzsystem zu schaffen, um die Kosten für den Netzausbau zu senken. Das Unternehmen bezieht sich dabei stark auf die Designprinzipien des CORD-Projekts der Open Networking Foundation (ONF) und die Verwendung quelloffener Software in günstiger handelsüblicher Hardware im Sinne des Software-Defined Networking (SDN).

Telekom und Reply entwickeln A4-Plattform

Nach dem Bau eines ersten Prototyps im Jahr 2018 wollen die Telekom und Reply die Entwicklung der A4-Plattform bis Ende 2020 gemeinsam abschließen. Im Jahr 2020 soll der Rollout der neuen Plattform langsam anlaufen, wobei erste Pilotstandorte im Netz der Telekom in Deutschland errichtet werden.

Reply sei nicht nur mit der Co-Entwicklung beauftragt, sondern auch mit der Konzeption und Umsetzung einer globalen Produktionsstrategie für die A4-Plattform. Dies beinhalte eine enge Zusammenarbeit mit anderen Anbietern und gleichzeitig ein Engagement in der Open-Source-Community.

Robert Soukup, Senior Program Manager für Access 4.0 bei der Telekom, sagte: "Es ist unschwer erkennbar, wie schnell Produktideen in Systeme umgesetzt werden können, wenn nur neue Software eingesetzt werden muss. Natürlich ist es eine große Herausforderung, diese Transformation zu bewältigen." Dies gehe schneller als die Entwicklung durch die etablierten Netzausrüster.

Filippo Rizzante, Technikchef von Reply, erklärte: "Bisher geschlossene Systeme werden disaggregiert, denn die Trennung von Hard- und Software ist der Schlüssel zu mehr Skalierbarkeit, Flexibilität und Kosteneffizienz bei der Steuerung, der Verwaltung und dem Betrieb von Netzen."

Access 4.0 ist in erster Linie auf den Internetzugang der Telekom für FTTH/B (Fiber To The Home/Building) ausgerichtet. Die zugrunde liegende A4-Plattform soll jedoch technisch in der Lage sein, auch andere Anwendungen wie Edge Computing, Künstliche Intelligenz, 5G Backhaul und Content Caching oder IoT zu unterstützen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei am MWC 2019 in Barcelona teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Anonymer Nutzer 04. Mär 2019

Entweder kennen die hochstudierten und überbezahlten Herren den Unterschied nicht, oder...

cpt.dirk 03. Mär 2019

Ich frage mich, was mit der Verwendung des Begriffs "Open-Source" hier vermittelt werden...


Folgen Sie uns
       


Ancestors - Fazit

Mehre Millionen Jahre in einem Spiel: Dieses mutige Ziel hat sich das Indiegame Ancestors - The Humankind Odyssee gesetzt.

Ancestors - Fazit Video aufrufen
Acer Predator Thronos im Sit on: Der Nerd-Olymp
Acer Predator Thronos im Sit on
Der Nerd-Olymp

Ifa 2019 Ob wir es nun den eisernen Thron oder den Sitz der Götter nennen: Der Predator Thronos von Acer fällt auf dem Messestand des Herstellers schon auf. Golem.de konnte den skurrilen Stuhl ausprobieren. Er ist eines Gaming-Kellers würdig.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Nitro XV273X Acer baut ersten Monitor mit IPS-Panel und 240 Hz
  2. Acer Beim Predator-Notebook fährt die Tastatur wie eine Rampe aus
  3. Geräte für Mediengestalter Acer gibt Verfügbarkeit der Concept-D-Laptops bekannt

IT-Studium: Kein Abitur? Kein Problem!
IT-Studium
Kein Abitur? Kein Problem!

Martin Fricke studiert Informatik, obwohl er kein Abitur hat. Das darf er, weil Universitäten Berufserfahrung für die Zulassung anerkennen. Davon profitieren Menschen wie Unternehmen gleichermaßen.
Von Tarek Barkouni

  1. IT Welches Informatikstudium passt zu mir?
  2. Bitkom Nur jeder siebte Bewerber für IT-Jobs ist weiblich

Galaxy Fold im Hands on: Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet
Galaxy Fold im Hands on
Samsung hat sein faltbares Smartphone gerettet

Ifa 2019 Samsungs Überarbeitungen beim Galaxy Fold haben sich gelohnt: Das Gelenk wirkt stabil und dicht, die Schutzfolie ist gut in den Rahmen eingearbeitet. Im ersten Test von Golem.de haben wir trotz aller guten Eindrücke Bedenken hinsichtlich der Kratzempfindlichkeit des Displays.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orbi AX6000 Netgears Wi-Fi-6-Mesh-System ist teuer
  2. Motorola Tech 3 Bluetooth-Hörstöpsel sind auch mit Kabel nutzbar
  3. Wegen US-Sanktionen Huawei bringt Mate 30 ohne Play Store und Google Maps

    •  /