Accelerated Processing Unit: Kaveri leistet 856 GFlops

AMD hat einen ersten Leistungsausblick auf die Kaveri-APUs gegeben, die am 14. Januar 2014 für Desktop-PCs erscheinen werden. Der A10-7850K erreicht rechnerisch 856 GFlops und unterstützt neben HSA auch Trueaudio sowie das Mantle-API.

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Kaveri bietet zwei Steamroller-Module und acht GCN-CUs.
Kaveri bietet zwei Steamroller-Module und acht GCN-CUs. (Bild: AMD)

In einer Telefonkonferenz hat AMD bekanntgegeben, dass die Kaveri-APUs wie erwartet Trueaudio, das Mantle-API und HSA unterstützen. Die Chips für den Sockel FM2+ sollen im Januar 2014 erscheinen. Die theoretische Rechenleistung beziffert der Hersteller im Falle des A10-7850K auf bis zu 856 GFlops, zehn Prozent mehr als bei der schnellsten Richland-APU A10-6800K. Damit ist die finale Version von Kaveri langsamer als erwartet: AMD hatte im Februar 2012 noch 1.050 GFlops in Aussicht gestellt.

  • Kaveri hat eine Rechenleistung von kombinierten 856 Gflops. (Bild: AMD)
  • Die beiden CPU-Module und die acht GCN-CUs liefern jeweils ihren Anteil, dank HSA sind die GFlops jedoch ein sehr theoretischer Wert. (Bild: AMD)
  • Im Februar 2012 erwartete AMD noch 1.050 GFlops für Kaveri. Offenbar erreichen die finalen APUs geringere Frequenzen als damals angenommen. (Bild: AMD)
  • Die HSA-Roadmap von Februar 2013 mit Kaveri als vorerst vorletzter Ausbaustufe (Bild: AMD)
Kaveri hat eine Rechenleistung von kombinierten 856 Gflops. (Bild: AMD)
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Nach wie vor korrekt ist die vor gut anderthalb Jahren angenommene Anzahl an Recheneinheiten: Eine Kaveri-APU basiert auf zwei CPU-Modulen mit der Steamroller-Architektur und acht Compute Units mit der GCN-Technik. Der Graphics Core Next wird bereits in Temash sowie Kabini eingesetzt. Auch ihre Nachfolger Mullins und Beema nutzen GCN.

Starke Grafikeinheit und erstmals HSA

Der A10-6800K, die derzeit schnellste Richland-APU, erreicht 779 GFlops. Diese berechnen sich aus 131 GFlops bei einfacher Genauigkeit (Single Precision, kurz SP) für die beiden CPU-Module bei 4,1 GHz Basistakt und den 648 GFlops der 384 VLIW-Shader-Einheiten bei 844 MHz Grafiktakt. Der Prozessorteil des A10-7850K rechnet mit nur 3,7 GHz und die acht Compute Units (512 ALUs) der integrierten R7-Radeon mit 720 MHz - die TDP soll dafür bei 95 statt bisher 100 Watt liegen.

Die geringe Differenz von nur zehn Prozent zwischen der theoretischen Leistung von Richland und Kaveri lässt allerdings jegliche Architekturverbesserungen und eine mögliche Speicherlimitierung durch DDR3-RAM außen vor. In der Praxis dürfte die neue APU deutlich flotter sein.

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Kaveri ist laut AMD die erste APU mit HSA-Fähigkeiten. Techniken wie Zero Copy zählt der Hersteller nicht zur Heterogeneous System Architecture, Huma hingegen schon. Der Heterogeneous Uniform Memory Access, bei welchem alle Caches und sonstigen Speicherbereiche kohärent gehalten und von CPU wie GPU gemeinsam genutzt werden, ist eine der größten Neuerungen von Kaveri.

Trueaudio und Mantle

Die APU verfügt darüber hinaus über einen Tensilica-DSP, mit welchem Trueaudio berechnet wird. Ob Kaveri wie die Radeon R9 290X und R9 290 über drei oder gar wie die Xbox One über vier DSP-Kerne verfügt, verriet AMD nicht. Trueaudio wird in Lichdom, Murdered, Star Citizen und Thief zu hören sein.

Aufgrund der GCN-Grafikeinheit unterstützt Kaveri das Mantle-API, welches möglicherweise schon Ende November in Battlefield 4 gepatcht werden soll. Neben dem Shooter sollen mehr als 15 Spiele auf Basis der Frostbite-Engine mit Mantle-Support erscheinen. Die Entwicklerstudios Eidos Montreal und Oxide Games arbeiten ebenfalls an einer Unterstützung.

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