Abo
  • Services:

Accelerated Mobile Pages: Google will das mobile Web schneller machen

Google will die Wartezeiten für den Aufruf mobiler Webseiten verkürzen. Dazu wurde das Projekt Accelerated Mobile Pages gegründet. Auch Betreiber von Webseiten machen dabei mit.

Artikel veröffentlicht am ,
AMP soll Webseiten schneller laden.
AMP soll Webseiten schneller laden. (Bild: Denis Charlet/AFP/Getty Images)

Das Aufrufen von Webseiten auf Smartphones dauert oft zu lange. Schuld daran sind dabei nicht unbedingt zu geringe Bandbreiten im Mobilfunkbereich, sondern zu große Webseiten. Hier will Google mit dem Projekt Accelerated Mobile Pages ansetzen und dafür sorgen, dass Webseiten auch auf mobilen Geräten schneller als bisher geladen sind.

Webseiten werden eingedampft

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Hornbach-Baumarkt-AG, Neustadt an der Weinstraße

Accelerated Mobile Pages (AMP) ist ein Open-Source-Projekt, mit dem ganz gezielt bestimmte Elemente einer Webseite limitiert werden. So gibt es Restriktionen für die Verwendung von HTML, CSS und Javascript, damit die Webseite möglichst wenig Speicherplatz belegt und damit schneller als bisher geladen wird. Das gesetzte Ziel ist es, Webseiten auf Mobilgeräten sofort zu laden, so dass Nutzer keine lästigen Wartezeiten mehr ertragen müssen. Bereits jetzt sollen Einsparungen von 15 bis 85 Prozent möglich sein, das hängt dann von der jeweiligen Webseite ab.

Der Ansatz sieht vor, durch eine möglichst schlanke Webseite die HTTP-Anfragen auf ein Minimum zu reduzieren. Außerdem wird das Laden der Webseite verändert: Mit AMP HTML wird eine Webseite nicht mehr länger komplett geladen, bevor der Nutzer sie benutzen kann. Noch während sie geladen wird, kann sie verwendet werden. So werden zunächst nur die Bilder geladen, die der Nutzer auch sieht. Damit verringert sich der zu übertragende Datenverkehr, bis die Seite benutzt werden kann.

Außerdem werden AMP-kompatible Webseiten dazu verdonnert, auf einige Gestaltungsmöglichkeiten ganz bewusst zu verzichten. So darf kein Javascript-Code von Drittanbietern in der Webseite enthalten sein. Aber auch im CSS-Bereich gibt es Limitierungen: So dürfen keine Übergänge oder Animationen verwendet werden. Ein CSS-Stylesheet darf maximal 50.000 Byte lang sein.

Ausstehende Aufgaben

Eine große Herausforderung für AMP ist die Umsetzung von Werbung und Analysewerkzeugen innerhalb der Webseiten. Tracking-Pixel können in AMP-Webseiten eingebunden werden, solange sie kein Javascript verwenden. Langfristig ist eine spezielle Analytics-Library angedacht, die von diversen Analytics-Providern verwendet werden kann.

Derzeit müssen Werbeformate als Sandboxed-Iframe implementiert werden, wobei die Werbung keinen Zugriff auf die Basiswebseite hat. Allerdings stehen hier noch viele Entscheidungen an, so dass sich das Vorgehen noch ändern kann. Für einen zügigen Aufbau der Webseite wird Werbung als Letztes geladen und der übrige Inhalt priorisiert, hier wird also ein ähnliches Verfahren wie beim Laden von Bildern in Webseiten angewandt.

Nach Aussage von Google haben sich bereits mehr als 30 Verlage und Technologiefirmen am AMP-Projekt beteiligt. Neben Zeit Online und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus Deutschland sind unter anderem die New York Times, der Economist, die Financial Times, das Wall Street Journal, die Washington Post, der Guardian, die BBC sowie Twitter, Pinterest und LinkedIn dabei.

Einige erste Demoseiten hat Google in einem speziellen Blogposting zusammengestellt. Die betreffenden Webseiten sollen in einem mobilen Browser auf dem Smartphone schneller als herkömmliche Mobilwebseiten geladen werden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Jasmin26 10. Okt 2015

die Ursachen ist die massive Werbung, willst die "bekämpfen" ?

Jasmin26 10. Okt 2015

was soll daran unfair sein ? es entspricht den Fakten !


Folgen Sie uns
       


iOS 12 angesehen

Das neue iOS 12 bietet Nutzern die Möglichkeit, die Bildschirmzeit besser kontrollieren und einteilen zu können. Auch Siri könnte durch die Kurzbefehle interessanter als bisher werden.

iOS 12 angesehen Video aufrufen
Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  2. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos
  3. Videostreaming Neues Sky Ticket für Android und iOS verspätet sich

iPhone Xs, Xs Max und Xr: Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?
iPhone Xs, Xs Max und Xr
Wer unterstützt die eSIM in den neuen iPhones?

Apples neue iPhones haben neben dem Nano-SIM-Slot eine eingebaute eSIM, womit der Konzern erstmals eine Dual-SIM-Lösung in seinen Smartphones realisiert. Die Auswahl an Netzanbietern, die eSIMs unterstützen, ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aber eingeschränkt - ein Überblick.
Von Tobias Költzsch

  1. Apple Das iPhone Xr macht's billiger und bunter
  2. Apple iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
  3. Apple iPhones sollen Stiftunterstützung erhalten

    •  /