Accelerated Mobile Pages: Google verteilt AMP weltweit
Die Betaphase ist abgeschlossen, AMP(öffnet im neuen Fenster) wird offiziell freigegeben(öffnet im neuen Fenster) und sukzessive weltweit verteilt. Google arbeitet mit vielen Partnern aus Verlagen und der Werbebranche seit Oktober 2015(öffnet im neuen Fenster) an dem Open-Source-Projekt. Es setzt auf HTML auf und soll mit wenigen Ergänzungen und einigen Restriktionen das Laden von mobilen Webseiten um bis zu vier Mal schneller machen. Zudem sollen AMP-optimierte Seiten bis zu einem Zehntel des Codes laden, wie es vergleichbare Seiten ohne AMP tun.
Zu lange Ladezeiten
Im August wurde eine eingeschränkte technische Vorschau auf alle Suchergebnisse ausgedehnt, nicht nur auf die Top Stories. Entsprechend aufbereitete Seiten werden durch ein kleines graues AMP-Symbol in den Suchergebnissen hervorgehoben. Bisher zählt Google bereits über 600 Millionen AMP-Dokumente, wobei pro Woche weitere vier Millionen dazukommen.
Anlass für das Projekt war, dass Google festgestellt hatte, dass viele Nutzer beim Laden von mobilen Webseiten nach drei Sekunden aufgeben, wenn die Seite bis dahin nicht geladen ist. Im Februar 2016 wurde die offizielle Phase eingeleitet und erste Ergebnisse öffentlich nutzbar, indem bei der Suche relevante Suchergebnisse von AMP-aktivierten Seiten bei den Top Stories angezeigt wurden.
Eigenes HTML, Javascript und ein Cache
Nur wenig gehört zu AMP. Neben Javascript kommt optimierter HTML-Code mit einigen erweiterten Tags(öffnet im neuen Fenster) und einigen Einschränkungen zum Einsatz. Drittens kann der Google AMP Cache eingesetzt werden. Javascript obliegt bei AMP die Verwaltung sämtlicher Ressourcen. Ressourcen aus dritter Hand werden asynchron abgearbeitet, um das Rendering der Seite nicht zu stören. Das gesamte Layout der Seite wird vor dem Laden der Inhalte berechnet, so dass Text bereits scrollbar ist, auch wenn noch nicht alle Bilder vollständig geladen sind. Damit wird auch das lästige Hin- und Herspringen der Seite beim Laden zusätzlicher Elemente verhindert.
Der optional einsetzbare Google AMP Cache ist als Proxy-basiertes Content Delivery Network (CDN) organisiert. Darin werden das AMP-HTML-Dokument, JS sowie alle Bilder vorgehalten und bei Bedarf mittels HTTP 2.0 geladen. Der Cache verfügt zudem über eine Validierung(öffnet im neuen Fenster) , die sicherstellt, dass die Seite laden wird und dazu nicht auf externe Inhalte zurückgreifen muss.
Die Liste der teilnehmenden Webseiten(öffnet im neuen Fenster) listet für Deutschland neben FAZ, der Zeit, der Süddeutschen Zeitung und der Tagesschau auch Golem.de.
- Anzeige Hier geht es zu JavaScript: Das umfassende Handbuch bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.