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Accelerated Mobile Pages: Google verteilt AMP weltweit

Nach drei Sekunden Ladezeit geben viele auf, AMP soll deshalb mobile Webseiten beschleunigen. Googles Open-Source-Projekt hat die Betaphase verlassen.

Artikel veröffentlicht am , Ferdinand Thommes
Golem.de liefert Webseiten per AMP aus.
Golem.de liefert Webseiten per AMP aus. (Bild: Screenshot Golem.de)

Die Betaphase ist abgeschlossen, AMP wird offiziell freigegeben und sukzessive weltweit verteilt. Google arbeitet mit vielen Partnern aus Verlagen und der Werbebranche seit Oktober 2015 an dem Open-Source-Projekt. Es setzt auf HTML auf und soll mit wenigen Ergänzungen und einigen Restriktionen das Laden von mobilen Webseiten um bis zu vier Mal schneller machen. Zudem sollen AMP-optimierte Seiten bis zu einem Zehntel des Codes laden, wie es vergleichbare Seiten ohne AMP tun.

Zu lange Ladezeiten

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Im August wurde eine eingeschränkte technische Vorschau auf alle Suchergebnisse ausgedehnt, nicht nur auf die Top Stories. Entsprechend aufbereitete Seiten werden durch ein kleines graues AMP-Symbol in den Suchergebnissen hervorgehoben. Bisher zählt Google bereits über 600 Millionen AMP-Dokumente, wobei pro Woche weitere vier Millionen dazukommen.

Anlass für das Projekt war, dass Google festgestellt hatte, dass viele Nutzer beim Laden von mobilen Webseiten nach drei Sekunden aufgeben, wenn die Seite bis dahin nicht geladen ist. Im Februar 2016 wurde die offizielle Phase eingeleitet und erste Ergebnisse öffentlich nutzbar, indem bei der Suche relevante Suchergebnisse von AMP-aktivierten Seiten bei den Top Stories angezeigt wurden.

Eigenes HTML, Javascript und ein Cache

Nur wenig gehört zu AMP. Neben Javascript kommt optimierter HTML-Code mit einigen erweiterten Tags und einigen Einschränkungen zum Einsatz. Drittens kann der Google AMP Cache eingesetzt werden. Javascript obliegt bei AMP die Verwaltung sämtlicher Ressourcen. Ressourcen aus dritter Hand werden asynchron abgearbeitet, um das Rendering der Seite nicht zu stören. Das gesamte Layout der Seite wird vor dem Laden der Inhalte berechnet, so dass Text bereits scrollbar ist, auch wenn noch nicht alle Bilder vollständig geladen sind. Damit wird auch das lästige Hin- und Herspringen der Seite beim Laden zusätzlicher Elemente verhindert.

Der optional einsetzbare Google AMP Cache ist als Proxy-basiertes Content Delivery Network (CDN) organisiert. Darin werden das AMP-HTML-Dokument, JS sowie alle Bilder vorgehalten und bei Bedarf mittels HTTP 2.0 geladen. Der Cache verfügt zudem über eine Validierung, die sicherstellt, dass die Seite laden wird und dazu nicht auf externe Inhalte zurückgreifen muss.

Die Liste der teilnehmenden Webseiten listet für Deutschland neben FAZ, der Zeit, der Süddeutschen Zeitung und der Tagesschau auch Golem.de.



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baltasaronmeth 23. Sep 2016

Das Ergebnis: ohne Javascript Mein Favorit: Weiße Seite, aber schon 100 Scripte geladen...

bofhl 21. Sep 2016

Das Problem sind auch iframes bzw. Bilder und Stylesheets, die über zig Wege geladen...

FibreFoX 21. Sep 2016

CSP + SRI wären hier wirklich notwendig, allerdings bezweifel ich, dass die Techniker den...

TC 21. Sep 2016

Je nach CPU hilft da auch kein LTE. mein Tablet und mein alter Laptop schaffen die 3s...

My1 21. Sep 2016

2G selbst dürfte nicht so das problem sein. ich surfe damit bisher normal, solange die...


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