• IT-Karriere:
  • Services:

Abverkauf: Elektronikhändler Comtech schließt

Der Insolvenzantrag wurde Anfang September 2019 gestellt. Nun kommt das Aus für den traditionsreichen Elektronikhändler Comtech. Der Onlineshop ist geschlossen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wechselvolle Geschichte eines einst großen Filialhändlers
Wechselvolle Geschichte eines einst großen Filialhändlers (Bild: Comtech)

Der Elektronikhändler Comtech mit Sitz in Aspach ist geschlossen worden. Das gab der Insolvenzverwalter Dietmar Haffa von der Kanzlei Schultze & Braun am 29. November 2019 bekannt. Der Onlineshop ist offline. "Nach über 15 Jahren müssen wir uns nun leider von Ihnen verabschieden", erklärt Comtech.de hier.

Stellenmarkt
  1. REALIZER GmbH, Bielefeld
  2. Fachhochschule Südwestfalen, Meschede

Anfang September 2019 hatte Comtech einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Stuttgart (Aktenzeichen 5 IN 452/19) gestellt. Das vorangegangene Geschäftsjahr zeigte noch ein Umsatzwachstum um fast 20 Prozent auf 140 Millionen Euro und einen Gewinn von 0,9 Millionen Euro. Seit dem Jahr 2015 gehört Comtech mehrheitlich der norwegischen Komplett Group.

"Obwohl wir sofort nach dem Insolvenzantrag eine intensive internationale Investorensuche gestartet hatten, konnten wir keinen Übernehmer finden. Es gab ernsthafte Interessenten, aber es kam letztendlich nicht zum Abschluss eines Kaufvertrags. Somit sehen wir leider keine andere Möglichkeit, als den Geschäftsbetrieb einzustellen" erklärte Insolvenzverwalter Haffa. "Wir mussten den verbliebenen Mitarbeitern im November kündigen, da ansonsten hohe Verluste durch die Lohn- und Gehaltszahlungen entstanden wären. Denn die Insolvenzgeldzahlungen der Agentur für Arbeit waren beendet."

Etwa 20 Angestellte von Comtech werden in der nächsten Zeit noch mit dem Abverkauf der noch vorhandenen Ware beschäftigt sein. Das Warenlager ist im Wesentlichen leer, so dass der eigene Online-Shop, der monatlich erhebliche Kosten verursachte, abgeschaltet werden konnte. Die Restwaren würden noch "über diverse digitale Kanäle" verkauft.

Ursache für die Insolvenz der Comtech sei die "angespannte Wettbewerbssituation am Markt für Elektronikartikel". Sehr hoher Preisdruck und ein schwaches Marktwachstum hätten zu geringen Gewinnmargen geführt. Hinzu seien Uneinigkeiten zwischen den Gesellschaftern gekommen.

Comtech wurde bereits 1985 gegründet und ein Filialnetz aufgebaut. Im Jahr 1996 kaufte Comtech 80 Filialen von Escom und deren Markenrechte. Im September 1999 wurde Comtech von Mobilcom übernommen. Doch schon im Jahr 2002 wurde die Schließung der 62 Filialen angekündigt. Nach der Übernahme durch Trend-e-pak im Juli 2002 folgte schnell die Insolvenz.

Joachim Ehmann erwarb im Jahr 2004 die Marke und die Domain Comtech. 2015 übernahm der führende norwegische Elektronikhändler Komplett Group die Mehrheit an Comtech.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 5,99€
  2. 52,99€
  3. 11,99€
  4. 4,99€

LH 02. Dez 2019 / Themenstart

Zusammengefasst: Du kaufst einen Fernseher, von dem du den Ton von Anfang an nicht...

LH 02. Dez 2019 / Themenstart

Als jemand der in dieser Branche arbeitet kann ich dir sagen, dass es keine Obergrenze...

LH 02. Dez 2019 / Themenstart

Wo soll der sein? Ich bin gerade auf der Amazon Homepage, im Bereich "Kontaktieren sie...

Oktavian 02. Dez 2019 / Themenstart

Darauf hat man als Firma ja durchaus etwas Einfluss. Bei meiner aktuellen Firma bekommt...

thomas.pi 02. Dez 2019 / Themenstart

Sobald der Händler das Geld abbucht, gilt dies als Auftragsbestätigung, da ein Teil der...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test Video aufrufen
Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Apple-Betriebssysteme: Ein Upgrade mit Schmerzen
Apple-Betriebssysteme
Ein Upgrade mit Schmerzen

Es sollte alles super werden, stattdessen kommen seit MacOS Catalina, dem neuen iOS und iPadOS weder Apple noch Entwickler und Nutzer zur Ruhe. Golem.de hat mit vier Entwicklern über ihre Erfahrungen mit der Systemumstellung gesprochen.
Ein Bericht von Jan Rähm

  1. Betriebssystem Apple veröffentlicht MacOS Catalina
  2. Catalina Apple will Skriptsprachen wie Python aus MacOS entfernen
  3. Apple MacOS wechselt von Bash auf ZSH als Standard-Shell

Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

    •  /