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Abschottung: Twitter verbietet bestimmte Social-Media Links

Twitter wollte es Nutzern nicht mehr erlauben, ihre Präsenz auf bestimmten sozialen Plattformen zu bewerben. Doch nun gibt es einen Rückzieher.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Andreas Donath
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Twitter schottet sich ab. (Bild: Generiert mit Dall-E/Andreas Donath)
Twitter schottet sich ab. Bild: Generiert mit Dall-E/Andreas Donath

Twitter will keine kostenfreie Werbung mehr für bestimmte soziale Medienplattformen auf seiner Plattform zuzulassen – darunter Facebook, Instagram, Mastodon, Truth Social, Tribel, Nostr und Post. Andere Plattformen wie Telegram, Tiktok, Youtube, Weibo und Onlyfans bleiben laut einem Bericht von The Verge(öffnet im neuen Fenster) von dem Linkverbot vorerst verschont. Es ist unklar, warum Links zu bestimmten Netzwerken verboten werden und zu anderen nicht.

Das Crossposting von Inhalten anderer Social-Media-Plattformen ist weiterhin erlaubt ebenso wie das Posten von Links oder Benutzernamen zu nicht aufgeführten Plattformen. Links zu Mastodon waren zuvor schon verboten worden.

Twitter nannte beispielhaft Tweets, die gegen die neue Richtlinie verstoßen, etwa " Folge mir @Benutzername auf Instagram " oder "Sieh dir mein Profil auf Facebook an – facebook.com/username" . Auch das Buchstabieren von Punkten wie "instagram dot com/username" ist verboten. Versuche, die Beschränkungen für Links zu diesen Seiten durch technische oder nichttechnische Mittel zu umgehen, sind ebenfalls verboten.

Während Twitters Supportseite(öffnet im neuen Fenster) andeutet, dass Nutzer keine Beiträge mehr von verbotenen Plattformen tweeten könnten – es sei denn, sie würden auf beiden Plattformen geteilt – , scheint ein Tweet von Elon Musk dieser Politik zu widersprechen(öffnet im neuen Fenster) . "Gelegentliches Teilen von Links ist in Ordnung, aber keine unerbittliche kostenlose Werbung für Konkurrenten mehr" , erklärte er.

Twitter schreibt, es werde gegen Nutzer vorgegangen, die gegen diese Richtlinie verstießen, "sowohl auf Tweet- als auch auf Kontoebene" .

Konten, die gegen die neue Richtlinie verstießen, würden unter Beobachtung gestellt. Bei Einzelfällen würden Maßnahmen von der Aufforderung zur Löschung eines oder mehrerer Tweets bis zur vorübergehenden Sperrung von Konten ergriffen. Weitere Verstöße führten zu einer dauerhaften Sperrung.

Twitter gab nicht an, wann die neue Regelung in Kraft treten solle.

Nachtrag vom 19. Dezember 2022, 9:02 Uhr

Die umstrittene Entscheidung wurde inzwischen von Twitter-Chef Elon Musk wieder relativiert(öffnet im neuen Fenster) . Konten sollten nur dann gesperrt werden, "wenn der *primäre* Zweck des Kontos die Werbung für Konkurrenten ist, was im Wesentlichen unter die Regel 'kein Spam' fällt" . Die entsprechenden Tweets(öffnet im neuen Fenster) und die Hinweisseite auf der Plattform(öffnet im neuen Fenster) waren nicht mehr erreichbar.


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