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Erster Kontakt mit der Linux-Welt

Nach wenigen Minuten läuft auf allen Windows-untauglichen Laptops die neueste Version von Linux Mint. Für viele ein erhebender Moment, wenn auf den alten Maschinen plötzlich wieder Dinge möglich sind, die vorher nicht mehr funktionierten.

Sofort beginnen alle, das neue Betriebssystem auszuprobieren, die neue Linux-Welt zu entdecken. Es wird gestaunt, gelacht und sich untereinander ausgetauscht. Wie schreibe ich einen Text? Wo kann ich die deutsche Tastaturbelegung einstellen? Wie sehe ich, welche Ressourcen gerade beansprucht werden?

Nach den ersten Erfahrungen steht die wichtigste Entscheidung nun kurz bevor, nämlich Windows endgültig von der Festplatte zu verbannen. Andreas Fischer fragt daher noch einmal bei jedem Einzelnen innerhalb der Gruppe nach. "Möchtest du Windows komplett von deinem Rechner entfernen?"

Linux Mint lässt sich selbstverständlich auch parallel zu einer bestehenden Windows-Partition installieren. Doch die meisten innerhalb der Gruppe möchten eine radikale Abkehr.

Auch der Autor entscheidet sich auf seinem Laptop für End of 10 und damit End of Windows. Der mitgebrachte Laptop kam bislang eh nur sporadisch zum Einsatz und Windows 10 stand mit der verbauten Hardware schon auf Kriegsfuß. Lange Ladezeiten machten das Arbeiten mit dem Rechner zu einer nervigen Tortur.

Mit Linux Mint soll sich das nun ändern. Zumindest die Live-Umgebung fühlte sich schon richtig gut an.

Auch größere Probleme werden gelöst

Dummerweise passierte dann etwas, was bei so einer Umstellung nicht ausgeschlossen werden kann. Irgendeine Fehlfunktion mit der eingebauten Speicherkarte, einer sogenannten Embedded Multimedia Card (eMMC), die als Festplatte dient, verhinderte eine reibungslose Linux-Installation auf dem Laptop. Bei den anderen, die sich für eine Umstellung entschieden hatten, verlief die Installation hingegen ohne größere Probleme.

Doch auch ein solches Laptop-Problem hatte etwas Gutes. Denn passiert so etwas zu Hause im stillen Kämmerlein, ist dort niemand, der einem technisch unter die Arme greifen kann. Sich intensiv während der Linux-Party nur mit dem Laptop zu beschäftigen, hätte den Rahmen der Veranstaltung gesprengt und wäre den anderen Teilnehmern gegenüber nicht in Ordnung gewesen.

Andreas Fischer ist aber Computer-Enthusiast. Das Problem ließ ihm keine Ruhe. Deswegen erklärte er sich bereit, sich um den Laptop später in Ruhe zu kümmern.

Ein paar Tage später schrieb er per Mail: "Laptop läuft, hat alles in allem etwas mehr als eine Stunde gedauert." Letztlich waren es zwei kleinere Einstellungen, beim Legacy-Modus im Bios und beim MachineOwnerKey (MOK) von Linux Mint, dann akzeptierte der Laptop das neue Betriebssystem.

Wer nun selbst Lust hat, sich von Windows zu verabschieden und das gerne in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten tun möchte: Auf der Webseite von End of 10 gibt es eine Deutschlandkarte mit bevorstehenden Linux-Partys(öffnet im neuen Fenster). Die dort eingetragenen Termine werden regelmäßig aktualisiert.

Lars Lubienetzki(öffnet im neuen Fenster) arbeitet seit mehr als 30 Jahren als freier Journalist und Texter. Seine Schwerpunkte reichen von den Anfängen des Computerzeitalters bis zu KI-Themen.


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