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Open-Source-Gedanke als Haupttreiber

Andreas Fischer arbeitet hauptberuflich als IT-Consultant. Er nutzt Linux bereits seit etwa 15 Jahren. Deswegen sei er allerdings kein Linux-Papst, betont Fischer. Seit längerer Zeit ist er Teil der sogenannten Gemeinwohl-Ökonomie im Frankfurter Raum(öffnet im neuen Fenster). Der Veranstaltungsort, die Villa Orange, gehört ebenfalls zu dieser Bewegung. Daher ist die Linux-Party für die Teilnehmer kostenlos. Auch den Raum darf Fischer kostenlos für die Dauer der Linux-Party nutzen.

Über sein Engagement in der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung erfuhr Fischer beim Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs von der Initiative End of 10. "Die Leute hinter End of 10 verfolgen einen ähnlichen Ansatz wie die Gemeinwohl-Ökonomie", erklärt Fischer. Beide Initiativen stehen für Nachhaltigkeit und möchten den Open-Source-Gedanken gesellschaftlich breiter streuen. Das Ziel sei, Menschen auf dem Weg zu mehr digitaler Souveränität ehrenamtlich zu unterstützen.

Einander helfen sollen sich auch die Teilnehmer der Linux-Party. Ganz im Sinne des Open-Source-Gedankens animiert Fischer die Gruppe, erworbenes Einzelwissen an andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterzugeben. So entsteht auf Anhieb eine verschworene Gemeinschaft.

Jeder und jede ist willkommen

Technisches Vorwissen ist keine Voraussetzung, um bei einer Linux-Party mitzumachen. Die meisten Teilnehmer sind einfache Anwender, einige besitzen auch erste Grundkenntnisse und bezeichnen sich selbst als gut informierte Laien. "Ich hole jeden Einzelnen dort ab, wo er oder sie technisch steht. Kommunikation auf Augenhöhe ist mir sehr wichtig. Deswegen möchte ich auch keine zu großen Gruppen. Denn jeder Teilnehmende soll am Ende mit dem nötigen Wissen und einem sicheren Gefühl nach Hause gehen", betont Andreas Fischer.

Deswegen gibt es zu Beginn der Linux-Party einen kleinen Theorieteil über die Funktionsweise und die wichtigsten technischen Bestandteile eines Computers. Zudem erklärt Fischer, warum ein Computer überhaupt ein Betriebssystem benötigt und welche Funktion es im Computer hat. Die Teilnehmer hören interessiert zu, fragen nach und bekommen Antworten, die ihr bisheriges Wissen über Computer vergrößern.

Im zweiten, praktischen Teil gibt Andreas Fischer USB-Sticks mit einer Live-Distribution von Linux Mint aus. Dafür sind kleinere Veränderungen im Bios notwendig, damit der Rechner über den Stick bootet. Das funktioniert innerhalb der Gruppe problemlos, auch weil sich untereinander über kleinere Hürden geholfen wird.

"Aus den Erfahrungen meiner bisherigen Linux-Partys wusste ich: Das größte Problem stellen dabei weniger die Einstellungen im Bios selbst dar. Die meiste Zeit ging dafür drauf, die richtige Taste herauszufinden, um ins Bios des eigenen Rechners zu gelangen", berichtet Andreas Fischer.


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