Absage: Amazon bekommt keine Milliarden-Subventionen in New York
Amazon gibt seine Pläne für den Bau eines zweiten Hauptsitzes in New York City auf, weil sich lokale Politiker weigern, dem Konzern Steueranreize in Milliardenhöhe zu gewähren. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Das Unternehmen erklärte am Donnerstag in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster), dass sein Engagement für einen neuen Hauptsitz die Unterstützung durch die gewählten Repräsentanten und eine Zusammenarbeit mit ihnen erfordere. Da diese erforderlichen partnerschaftlichen Beziehungen in dem Staat nicht bestünden, würden die Pläne aufgegeben.
Amazon hatte 50.000 neue Arbeitsplätze und Investitionen in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. Das Unternehmen wurde von einigen lokalen Vertretern kritisiert, die hinterfragten, wie Steuergeschenke in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar vom Bundestaat und der Stadt New York City gerechtfertigt seien.
Das in Seattle ansässige Unternehmen erzielte im aktuellen Berichtszeitraum einen Gewinn von 3,03 Milliarden US-Dollar, nach 1,86 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 72,38 Milliarden US-Dollar.
Amazon teilte mit, dass die bereits über ein Jahr dauernde Suche nach einer zweiten Konzernzentrale nicht wieder eröffnet werde. Das Unternehmen werde weiter Arbeitsplätze an seinem anderen Hauptsitz in Virginia sowie Büros in Nashville und anderen Tech-Hubs im ganzen Land aufbauen.
In der vergangenen Woche war der New Yorker Senator Mike Gianaris, ein Gegner der Steuergeschenke für Amazon, in ein Aufsichtsgremium gewählt worden, wo er die Verträge mit dem Konzern hätte verhindern können, berichtet das Wall Street Journal aus informierten Kreisen. Dies sei ein Faktor für die Entscheidung von Amazon gewesen.