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Abraham Liu: Huawei verspricht 5G made in Europe

Huawei will Fabriken in Europa bauen, um dort selbst 5G -Ausrüstung herzustellen. So soll das Vertrauen in schwierigen Zeiten gestärkt werden.
/ Achim Sawall
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Die Rede von Abraham Liu, Huaweis Europachef, in Brüssel (Bild: Huawei)
Die Rede von Abraham Liu, Huaweis Europachef, in Brüssel Bild: Huawei

Huawei will Produktionsstätten in Europa errichten. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Abraham Liu, Vice-President von Huawei Europa, am 4. Februar 2020 bei einem Neujahrsempfang in Brüssel. "Huawei setzt sich mehr denn je für Europa ein. Deshalb haben wir beschlossen, Produktionsstandorte in Europa zu errichten, damit wir wirklich 5G für Europa in Europa herstellen können."

Huawei Production Factory (Herstellervideo)
Huawei Production Factory (Herstellervideo) (01:38)

Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben über 13.000 Personen in Europa und betreibt zwei regionale Zentren sowie 23 Forschungszentren in 12 EU-Ländern. Bei einer neuen Niederlassung von Huawei im bayrischen Weilheim geht es um Industrie 4.0. Im Januar 2019 hatte Huawei mit dem Betrieb begonnen. Die ersten rund 50 Beschäftigten arbeiten am Leprosenweg.

Der Technologieentwickler Huawei hat bisher wenig eigene Produktionsstätten und setzt bei der Smartphone-Produktion weitgehend auf taiwanische Auftragsfertiger wie Foxconn, Pegatron oder Compal, die ihre Fabriken meistens in China betreiben. Für Telekommunikationsausrüstung hat Huawei einige eigene Fabriken in China.

Die EU-Mitgliedstaaten sollen Mobilfunkausrüster, die mit einem hohen Risiko behaftet sind, vom 5G-Kernnetz ausschließen, hatte die EU-Kommission am 29. Januar 2020 bekanntgegeben . Sie sollten die Sicherheitsanforderungen für Mobilfunknetzbetreiber durch strenge Zugangskontrollen, Vorschriften für sicheren Betrieb und sichere Überwachung oder Beschränkungen für die Auslagerung bestimmter Funktionen verschärfen. Ein genereller Ausschluss von Huawei wurde wie zuvor in Großbritannien nicht beschlossen.

Die Risikoprofile der Anbieter seien zu bewerten. Seien die Anbieter mit einem hohen Risiko behaftet, sollten sie von Kernnetzfunktionen, Netzverwaltungs- und -koordinierungsfunktionen sowie Zugangsnetzfunktionen ausgeschlossen werden. Zudem sollte sichergestellt werden, dass jeder Betreiber Abhängigkeiten von Netzausrüstern vermeidet.

Das EU-Instrumentarium (Toolbox) ist eine Empfehlung, die den nur noch 27 EU-Mitgliedstaaten die endgültige Verantwortung überlässt, ihre eigenen spezifischen Sicherheitsmaßnahmen zu entwickeln.


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