Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Abonnements für Onstar und Super Cruise: GM baut Softwaregeschäft mit Abo-Modellen aus

General Motors baut sein Software- und Abogeschäft aus. Assistenzsysteme und digitale Dienste bringen hohe Margen ein.
/ Nils Matthiesen
14 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
GM setzt voll auf Abos. (Bild: General Motors)
GM setzt voll auf Abos. Bild: General Motors

General Motors treibt den Ausbau von Software und Abo-Diensten voran. Wie das Unternehmen im Rahmen seiner aktuellen Quartalszahlen bekanntgab, verzeichnen die Dienste Onstar und Super Cruise laut Business Insider(öffnet im neuen Fenster) hohe Zuwächse. Während die Marge beim physischen Autoverkauf üblicherweise vier bis zehn Cent pro US-Dollar beträgt, verbleiben im Softwaregeschäft des Konzerns rund 70 Cent pro US-Dollar als Gewinn.

Der Sicherheits- und Navigationsdienst Onstar erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz von rund 800 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Für das Gesamtfahrjahr rechnet der Automobilhersteller mit etwa einer Million neuen Abonnenten, womit die Gesamtzahl auf knapp 13 Millionen steigt. Onstar Basics wird bei Fahrzeugen ab dem Modelljahr 2025 für bis zu acht Jahre ohne Zusatzkosten angeboten. Der kostenpflichtige Dienst Connect Plus für den Internetzugang im Fahrzeug schlägt mit 19,99 US-Dollar pro Monat zu Buche.

Fahrassistenten im Abo-Modell

Das Hände-frei-Fahrassistenzsystem Super Cruise verzeichnete ferner im abgelaufenen Quartal 70.000 neue Nutzer und soll bis Jahresende auf über 850.000 Abonnenten kommen. Die Einnahmen des Dienstes stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 70 Prozent. Nach Ablauf einer dreijährigen Gratisphase verlängern zwischen 30 und 40 Prozent der berechtigten Fahrzeughalter die Option kostenpflichtig für 39,99 US-Dollar im Monat. Zukünftig gehört das System bei gehobenen Ausstattungslinien des Chevrolet Silverado sowie des GMC Sierra zur Serienausstattung, was voraussichtlich 160.000 weitere Nutzer bringt.

Der Trend zu digitalen Abonnement-Modellen betrifft die gesamte Branche. Elektrofahrzeuge benötigen weniger Wartung, wodurch bisherige Werkstatteinnahmen unter Druck geraten. Tesla stellte die Kaufoption für sein Assistenzsystem im Februar ein und verlangt seither 99 US-Dollar monatlich. Fords System Bluecruise kostet 49,99 US-Dollar pro Monat, 495 US-Dollar im Jahr oder 2.495 US-Dollar für mindestens sieben Jahre. Auch Mercedes-Benz und BMW bieten kostenpflichtige Funktionserweiterungen für neue Fahrzeuge an. Die Aktie von General Motors stieg nach Bekanntgabe der Zahlen um rund 5 Prozent.


Relevante Themen