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Abomodell: Wired sperrt Nutzer von Adblockern aus

Das renommierte Technikmagazin Wired.com folgt nun dem Beispiel vom Bild.de. Der Verlag Gruner + Jahr weitet die Adblocker-Sperre nach einem erfolgreichen Test auf weitere Websites aus.

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Auch die Website Wired.de will demnächst eine Werbeblockersperre aktivieren.
Auch die Website Wired.de will demnächst eine Werbeblockersperre aktivieren. (Bild: Wired.com/Screenshot: Golem.de)

In den USA und Deutschland verschärft die Verlagsbranche den Kampf gegen Adblocker. Das renommierte Technikmagazin Wired.com will seine Inhalte künftig den Nutzern von Adblockern nicht mehr anzeigen. Die Werbeblockersperre werde "in den kommenden Wochen" eingeführt, teilten die Herausgeber der Website am Montag mit. Ebenso wie Bild.de, das eine solche Sperre im vergangenen Oktober eingeführt hatte, bietet Wired.com den betroffenen Lesern künftig zwei Optionen an: entweder den Adblocker für die Seite deaktivieren oder ein werbefreies Abo für einen Dollar pro Woche schließen.

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Die Website, die zum Verlag Condé Nast gehört, begründet das Vorgehen mit einer zunehmenden Zahl von Adblocker-Nutzern. So liege die Adblock-Rate durchschnittlich bei mehr als 20 Prozent. Die Anzeigen würden aber benötigt, um die Ausgaben für Autoren, Redakteure, Designer, Programmierer und andere Mitarbeiter zu bezahlen. Dabei räumte Wired ein, dass es nachvollziehbare Gründe für den Einsatz eines Adblockers gebe. Dazu gehörten der Wunsch nach einem schnelleren Surfen ebenso wie Sicherheitsbedenken oder die Sorge vor Tracking. Der deutsche Ableger Wired.de sei aktuell davon nicht betroffen, sagte der Verlag auf Anfrage von Golem.de.

Gruner + Jahr weitet Sperre deutlich aus

Einem Bericht von Bloomberg zufolge führte Condé Nast bereits einige Monate lang "behutsame Experimente" gegen Adblocker durch, allerdings nur mit einem geringen Anteil der Nutzer. Nun werde die Sperre aber auf alle Nutzer von Wired.com ausgeweitet.

Ähnlich geht der deutsche Verlag Gruner + Jahr vor. Nach einem Test auf Geo.de weitet das Hamburger Verlagshaus das Vorgehen gegen Adblocker deutlich aus. Von dieser Woche an würden auch die Leser von Schoener-wohnen.de, Essen-und-trinken.de und Living-at-home.de darauf hingewiesen, dass die kostenlose Nutzung nur noch möglich sei, wenn der Adblocker deaktiviert werde. "Wer den Adblocker weiter nutzen möchte, muss künftig zahlen", teilte der Verlag am Dienstag mit.

Test sei 'großer Erfolg'

Die Leser von Brigitte.de, Gala.de und der Communitys Urbia.de und Chefkoch.de würden testweise zunächst nur angesprochen. Der Verlag kläre "in eingeblendeten Informationstexten über den Zusammenhang von Werbung und Finanzierung einer Website auf und bittet seine Leser, den Adblocker abzuschalten". Das Nachrichtenportal Stern.de ist demnach nicht davon betroffen.

Den Test auf Geo.de bezeichnete der Verlag als "großen Erfolg". Jeder dritte Nutzer habe den Adblocker abgeschaltet, Tendenz steigend. Auswirkungen auf den Traffic der Seite habe die Sperre nicht. "Die Erfahrungen bei Geo zeigen, dass die Leser unsere Argumente verstehen", sagte Oliver von Wersch, Geschäftsführer G+J Digital Products. Eine freie Nutzung von Qualitätsjournalismus im Netz sei nur möglich, wenn die Angebote über Werbung finanziert werden können. "Wir sind sicher, dass auch viele Leser der anderen Websites das akzeptieren werden", sagte Wersch.

Anteil der Adblock-Nutzer sprunghaft gestiegen

Einer Erhebung von Globalwebindex zufolge ist der Anteil der Adblocker-Nutzer in jüngster Zeit sprunghaft gestiegen. Demnach stieg die Rate allein im vierten Quartal 2015 auf Desktopgeräten um zehn Prozentpunkte auf 38 Prozent. Selbst 37 Prozent der Smartphone-Nutzer gaben demnach an, Werbeanzeigen auf ihrem Gerät zu blockieren. Weitere 42 Prozent sind der Umfrage zufolge interessiert an dem Einsatz eines Adblockers. Vor diesem Hintergrund mutet die Rate von mehr als 20 Prozent, die Wired.com angab, eher niedrig an.

Sollten aber tatsächlich rund 80 Prozent der Nutzer Werbeanzeigen blockieren, würde das vielen Seiten große Probleme bereiten. Bislang stellen Sperren oder andere technische Maßnahmen eine Ausnahme dar. Nur vier Prozent der weltweit größten Verlagsseiten gingen gegen Werbeblocker vor, berichtete Bloomberg unter Berufung auf eine Studie von Mediaradar.



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Rulf 13. Feb 2016

tracking(verletzung der privatspäre), sinnloser traffic, provozierte sicherheitslücke...

Lemo 12. Feb 2016

Sehr pragmatische Sichtweise...

crazypsycho 10. Feb 2016

Javascript gehört zum Internet genauso wie Html und CSS. Kaum ein Webentwickler nimmt...

sd (Golem.de) 10. Feb 2016

Hallo, das darf natürlich nicht sein, danke für den Hinweis. Wir kümmern uns sofort...

jungundsorglos 10. Feb 2016

Mal unabhängig vom Thema Werbung: Wenn man gar nichts schätzt schaut man sich vielleicht...


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