Abo: Spielebranche streitet über Game Pass

Nach Kritik von Sony gibt es mehr Stimmen aus der Spielebranche, die Game Pass problematisch finden - aber auch klares Lob für das Abo.

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Xbox-Logo auf der Spielemesse E3
Xbox-Logo auf der Spielemesse E3 (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)

"Die einzige Sache, die mich nervös macht, ist Game Pass", sagt Ed Fries in einem Interview. Fries war lange in leitender Position bei Microsoft für die Xbox verantwortlich. Nun befürchtet der ehemalige Manager, dass wegen des Spieleabos und ähnlicher Geschäftsmodelle früher oder später keine Games mehr gekauft würden.

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Fries zieht Parallelen zum Musikmarkt, auf dem wegen Angeboten wie Spotify und Apple Music praktisch keine Alben mehr gekauft würden. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht das gleiche System im Spielegeschäft schaffen", sagt Fries. "Diese Märkte sind fragiler, als man denkt."

Der Brancheninsider äußert sich in einem längeren Interview auf Youtube nur wenige Tage, nachdem Sony-Finanzchef Hiroki Totoki im Gespräch mit Analysten darüber gesprochen hatte, dass Abos zu schlechteren Spielen führen würden.

"Wenn wir AAA-Spiele für die Playstation 5 über ein Spieleabo vermarkten, müssen wir möglicherweise die nötigen Investitionen verringern, und das wird der Qualität schaden", sagte Totoki laut Seeking Alpha.

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Einen ganz anderen Standpunkt hat Mike Rose vom unabhängigen Spielepublisher No More Robots: "Game Pass ist der Erfolgsgarant für Dutzende von Entwicklern im Monat, weil die gesamten Entwicklungskosten am ersten Tag bezahlt werden."

Die alte Unsicherheit, ob sich die harte Arbeit lohnt und mit den Einnahmen unter anderem die Produktion des nächsten Spiels finanziert werde könne, gebe es dank des Spieleabos von Microsoft nicht mehr.

Für diese Aussagen erntet Rose allerdings auch Kritik auf Twitter: Zum einen sei es mit dem PC und Xbox Game Pass schwieriger, langfristig ein Servicespiel zu betreiben - weil ein Großteil der Kunden in dem Moment weg sei, in dem der Titel eben nicht mehr im Abo enthalten ist.

Zum anderen gebe es die Gefahr, dass immer mehr Spiele die Finanzierung über den Game Pass suchen würden, so dass Gatekeeper wie Microsoft die Preise drücken und übermäßig mächtig werden.

Game Pass hat mehr als 25 Millionen Abonnenten

Ein Teilnehmer an der Diskussionen berichtet, dass es passieren könne, dass man trotz eines direkten Kontakts nach vier Monate Wartezeit nur ein schnödes "Nein" als Antwort erhalte.

Im Januar 2022 gab Microsoft offiziell bekannt, dass es weltweit rund 25 Millionen Abonnenten des Game Pass gibt. Die Spiele dafür werden nach ganz unterschiedlichen Modellen lizenziert - es gibt sowohl Zahlungen mit festen Summen als auch eine Abrechnung nach Minuten oder Stunden, die das jeweilige Programm verwendet wurde.

Sony plant mit einem neue Playstation Plus ebenfalls ein Abo, das allerdings keine großen Neuheiten sofort am Erscheinungstag enthalten soll - wer gleich bei Verfügbarkeit etwa ein God of War Ragnarök oder Death Stranding 2 haben möchte, muss es nach aktuellem Stand also wie bisher kaufen. Das Angebot startet am 22. Juni 2022 in Europa.

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lestard 27. Mai 2022 / Themenstart

Kurzfristig ist das natürlich so. Aber es ging ja um generelle Tendenzen. MS sind ja...

ufo70 25. Mai 2022 / Themenstart

Mein Beispiel ist Infested Planet von GOG. Das Spiel habe ich schon mehrfach gesuchtet...

Wageslave 25. Mai 2022 / Themenstart

Man muss aber aufpassen, das nicht "einfach auf den Gamepass" zu schieben. Viele AAA...

mnementh 25. Mai 2022 / Themenstart

Blabla, Hardcore-gamer Meinung... Es gibt Spiele wie Katamari Damacy, Patapon oder Viva...

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