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Abo-Modell: Tesla bietet Navi-Funktion nur 8 Jahre kostenlos an

Neue Teslas sind nicht mehr lebenslang mit einem Navi und einer Sprachsteuerung ausgerüstet. Nach acht Jahren muss dafür gezahlt werden.
/ Andreas Donath
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Navigation im Model 3 (Bild: Golem.de)
Navigation im Model 3 Bild: Golem.de

Teslas, die ab 20. Juli 2022 verkauft wurden, können nach acht Jahren nicht mehr auf das Navigationssystem zurückgreifen. Auch Sprachbefehle und andere Kartendienste lassen sich dann nur noch nutzen, wenn der Fahrer ein Premiumabo abschließt, das derzeit monatlich 9,99 Euro kostet.

Das Premiumpaket bietet außer Navigation, Verkehrsnachrichten und Kartendiensten den umstrittenen Überwachungsmodus Sentry Mode mit Live-Übertragung aufs Handy sowie Video- und Musikstreaming, Webbrowsing und eine Karaokefunktion.

Die neuen Regeln gelten bei allen Tesla-Modellen, also Model S, Model 3, Model X und Model Y. Vor dem 20. Juli 2022 gekaufte Neufahrzeuge haben weiterhin lebenslang die sogenannte Standard-Konnektivität ohne Aufpreis.

Bei Tesla hieß es(öffnet im neuen Fenster) dazu: " Alle Tesla-Fahrzeuge bieten Standard-Konnektivität. Die Standard-Konnektivität ist in Ihrem Fahrzeug für acht Jahre ohne zusätzliche Kosten inbegriffen. Die Laufzeit beginnt mit dem ersten Tag, an dem Ihr Fahrzeug von Tesla als neu geliefert wurde, oder dem Tag der Erstinbetriebnahme ."

Wer ein Gebrauchtfahrzeug kauft, kann sich darüber informieren, wie lange das Fahrzeug noch Zugriff auf die Standard-Konnektivität hat.

Softwareabos bei Autos verbreiten sich

Tesla verkauft auch neue Funktionen wie den Autopilot nach Erwerb des Fahrzeugs. Die Hardware ist vorhanden, muss aber aktiviert werden.

BMW testet ein kostenpflichtiges Abo für beheizte Sitze und ein beheiztes Lenkrad. Auch den Fernlichtassistenten, der automatisch bei Gegenverkehr abblendet, gibt es gegen monatliche oder jährliche Zahlungen. Als weitere Option steht ein künstlicher Geräuschgenerator für Elektrofahrzeuge zur Verfügung.

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Stellantis teilte seinen Aktionären kürzlich bei der Software-Day-Präsentation mit, das Unternehmen erwarte, allein mit dem Verkauf von Software und Abonnements 22,5 Milliarden US-Dollar zu erwirtschaften.

Schon 2017 hatte Porsches stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT, Lutz Meschke, die Idee, Funktionen für Fahrzeuge gegen Geld freizuschalten, womöglich auch nur temporär.


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