Abo: Amazon hat über 200 Millionen Prime-Kunden

In drei Jahren hat sich bei Amazon die Zahl der Prime-Abos verdoppelt.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Amazon freut sich über 200 Millionen akive Prime-Abos.
Amazon freut sich über 200 Millionen akive Prime-Abos. (Bild: Edward Smith/Getty Images)

Amazon hat aktuell mehr als 200 Millionen Kunden für seinen Abodienst Prime. Amazon-Gründer Jeff Bezos gab diese Zahl in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre bekannt. So wurde auch das Erreichen der ersten 100 Millionen Prime-Abos vor genau drei Jahren verkündet.

Ende Januar 2020 hatte Amazon mitgeteilt, dass Prime 150 Millionen aktive Prime-Abos habe. Damit konnte Amazon in den vergangenen drei Jahren jeweils nach etwa 1,5 Jahren 50 Millionen weitere Kunden für ein Prime-Abo gewinnen.

Amazon startete Prime in den USA vor 16 Jahren, in Deutschland gibt es das Abo seit 14 Jahren. Prime-Kunden müssen meist keine Versandkosten bezahlen, wenn sie etwas bei Amazon bestellen. In Deutschland kostet das jährliche Prime-Abo 69 Euro, bei monatlicher Zahlung sind es 7,99 Euro pro Monat. Die Abo-Kundschaft ist damit ein wichtiger Faktor für das Geschäft des weltgrößten Onlinehändlers.

Streamingdienste sind im Prime-Abo enthalten

Im Prime-Abo sind weitere Amazon-Dienste enthalten. Dazu gehört der Zugang zum Streamingabo Prime Video, das unter anderem mit Disney+ und Netflix konkurriert.

Auch das kleine Musikstreamingabo Prime Music ist dabei, das den Zugriff auf rund zwei Millionen Songs ermöglicht. Das sind deutlich weniger als die 70 Millionen Stücke, die in Amazon Music Unlimited enthalten sind. Dieses Musikstreamingabo kostet weitere Gebühren, damit konkurriert Amazon mit Apple Music, Deezer, Spotify und Youtube Music.

Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Amazon

Bezos verteidigte zugleich ausführlich den Umgang mit Mitarbeitern bei Amazon. Einige Medienberichte erweckten den Eindruck, dass Amazon sich nicht um seine Beschäftigten sorge - als seien sie "verzweifelte Seelen, die wie Roboter behandelt werden". Das stimme nicht, betonte Bezos. So sagten 94 Prozent der Beschäftigten in Logistikzentren in Umfragen, dass sie Amazon einem Freund als Arbeitsplatz empfehlen würden.

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon gerieten zuletzt mit der Abstimmung über eine erste US-Gewerkschaft bei dem Unternehmen wieder in die Schlagzeilen. Kritik gab es unter anderem daran, dass Amazons Lieferfahrer unterwegs oft in Flaschen urinierten - was Amazon erst bei Twitter bestritt und dann einräumte.

In der Abstimmung im US-Bundesstaat Alabama lehnten die Beschäftigten eine Gewerkschaft speziell für Amazon ab. Dennoch betonte Bezos in seinem Brief: "Ich denke, dass wir uns besser um unsere Mitarbeiter kümmern müssen."

Amazon sei auf der Vision aufgebaut worden, die Kundschaft immer in den Mittelpunkt zu stellen. Er wolle dies ergänzen: "Wir werden der beste Arbeitgeber der Welt und der sicherste Arbeitsplatz der Welt sein."

Für Bezos ist es der letzte Aktionärsbrief als Unternehmenschef - im dritten Quartal will er den Posten an den bisherigen Cloud-Chef Andy Jassy übergeben und danach vom Verwaltungsrat aus die Strategie mitbestimmen.

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