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Abnehmen per Mausklick: Israel verbietet heimliche Bearbeitung von Model-Bildern

Israelische Medien müssen nun offenlegen, wenn sie Modells nachträglich per Photoshop dünner machen – das dürfte allerdings schwer durchzusetzen sein.
/ Juliane Gunardono
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Das israelische Model Bar Refaeli (Bild: Michael Loccisano/Getty Images)
Das israelische Model Bar Refaeli Bild: Michael Loccisano/Getty Images

Zu dünne Models dürfen nach einem neuen Gesetz in Israel nicht mehr in Werbespots auftreten. Medien werden verpflichtet(öffnet im neuen Fenster) offenzulegen, wenn Bilder bearbeitet wurden, um das Model dünner erscheinen zu lassen. Per Gesundheitszertifikat, das nicht älter als drei Monate alt sein darf, müssen israelische Models nun nachweisen können, dass sie gesund und nach Uno-Standards nicht unterernährt sind.

 
Video: Photoshop – die perfekte Lüge

Die Regierung will damit bewirken, dass Unternehmen bei der Buchung von Models mehr auf die Gesundheit achten. Der Modeindustrie wird vorgeworfen, Essstörungen vor allem bei Mädchen zu unterstützen, indem unerreichbare Idealbilder gezeigt werden.

Unklar ist allerdings, wie das am Montag beschlossene Gesetz durchgesetzt werden soll: Ist ein Bild gut per Photoshop(öffnet im neuen Fenster) bearbeitet, ist das nachträglich schwer zu erkennen. Im November 2011 haben US-Wissenschaftler eine Software vorgestellt, die das Ausmaß der Modifikationen bei bearbeiteten Bildern erfasst.

Nachbearbeitung von Fotos aufspüren
Nachbearbeitung von Fotos aufspüren (01:10)

Die Software vergleicht bearbeitete Fotos und ihre unbearbeiteten Originale miteinander und bewertet auf einer Skala von 1 bis 5, wie stark sie retuschiert wurden. Ohne das unretuschierte Original zum Vergleich erkennt sie allerdings bearbeitete Bilder nicht.


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