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Fahrsicherheit: Head Up Displays lenken Autofahrer ab

Auf die Windschutzscheibe im Auto eingeblendete Hinweise haben offenbar einen unerwünschten Effekt auf die Fahrsicherheit. Sogenannte Head Up Displays (HUD) sollten den Fahrer eigentlich entlasten - doch das scheint nicht zu stimmen, geht aus einem Forschungsbericht hervor.

Artikel veröffentlicht am ,
Head-up-Displays sollte man lieber nicht nutzen.
Head-up-Displays sollte man lieber nicht nutzen. (Bild: Uni Toronto)

Navigationshinweise, die aktuelle Geschwindigkeit, eingehende Anrufe und vieles mehr kann bei einigen Autos in die Windschutzscheibe eingeblendet werden, doch davon sollten die Autohersteller lieber Abstand nehmen, wie eine Studie der Uni Toronto aus Kanada zeigt.

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Anstatt dem Fahrer zu ermöglichen, weiter auf die Straße zu schauen, lenke diese Darstellungsform zu sehr ab, so das Fazit der Forscher. Die Konzentrationsfähigkeit lasse nach, wenn auf der Scheibe etwas eingeblendet wird.

Der Autofahrer sei einfach nicht in der Lage, mehrere Informationen gleichzeitig zu verarbeiten, legen die Studienautoren nahe.

"Fahrer müssen ihre Aufmerksamkeit teilen, um mit der zusätzlichen visuellen Information zurechtzukommen", so Ian Spence von der Uni Toronto. "Autofahrer müssen sich dann nicht nur darauf konzentrieren, was auf der Straße um sie herum passiert, wie sie das immer getan haben, sondern sich auch noch darum kümmern, was für Warnungen auf der Windschutzscheibe auftauchen". Vor allem sei es schwer, zwischen Informationen zu unterscheiden, die unmittelbare Gefahr signalisieren und solchen, die nur beiläufig sind.

Die Studienergebnisse wurden im wissenschaftlichen Journal Plos One veröffentlicht.

Sprachgesteuertes Navi lenkt ebenfalls zu sehr ab

Auch die Sprachsteuerung des Navigations- und Unterhaltungssystems steigert die Sicherheit beim Autofahren nicht. Zu diesem Schluss kommen zwei Studien der gemeinnützigen AAA Foundation for Traffic Safety und der Uni Utah. Durch die Sprachsteuerung wird die Aufmerksamkeit des Fahrers ebenfalls voll gefordert, so dass er sich nicht mehr dem Verkehrsgeschehen widmen kann. Schuld sind die Komplexität und Fehleranfälligkeit der Systeme.

Die letzte SMS im Leben

Wie gefährlich Ablenkungen sind, die durch die Benutzung eines Smartphones im Auto entstehen, zeigt Toyota mit einem Fahrsimulator, der im Rahmen der Sicherheitsinitiative Teendrive365 entwickelt wurde. Dabei wird das Oculus Rift verwendet, um vor allem jungen Autofahrern deutlich zu machen, wie gefährlich es ist, während der Fahrt beispielsweise eine SMS zu lesen oder zu schreiben. Dazu begibt sich die Versuchsperson in ein echtes Auto, setzt die VR-Brille auf und fährt durch eine virtuelle Welt.

Nach und nach werden immer mehr alltagstypische Ablenkungen eingespielt - laute Musik, klingelnde Telefone oder ein Beifahrer, der dem Fahrer einen Telefonbildschirm vor die Nase hält. Das Ergebnis ist häufig, dass der Fahrer dann einen Unfall verursacht, weil er den Verkehr nicht ausreichend beobachtet oder in einer Kurve von der Straße abkommt.

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Zeitvertreib 05. Jul 2015

Korrekt. Auch bei meinem ist es genau so. Das Einzige bei dem das nicht funktioniert ist...

Ovaron 02. Jul 2015

Ja, Ja und Ja. Aber das gilt auch für den gegnerischen Piloten. Logischerweise ist also...

ArcherV 01. Jul 2015

Meiner ist BJ Sep 2013, also fast noch neu. Die Unterschiede zwischen 1000, 1500 und...

Anonymer Nutzer 01. Jul 2015

Das ist zwar alles korrekt, aber, Du hast den Gewöhnungsaspekt nicht berücksichtigt. Wenn...

Anonymer Nutzer 01. Jul 2015

Waren die Fahrer auch wirklich nüchtern? Ich will Deine Aussage nicht bestreiten, dennoch...


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