Abl Social Federation: Senat findet Betreiber für freie Hotspots in Berlin
Der Berliner Senat hat einen Betreiber für offene Hotspots in der Hauptstadt gefunden. Das gab die Senatskanzlei am 22. Juni 2015 bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Wir freuen uns, mit der Firma Abl Social Federation nun in die Vertragsverhandlungen einzutreten", sagte Staatssekretär Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei. Schnellstmöglich solle nun mit der Umsetzung des Projekts begonnen werden.
Die Firma aus Nürnberg werde mehrere Hundert Standorte mit einem "zeitlich unbegrenzt kostenfrei nutzbaren WLAN ausstatten", erläuterte Böhning das Angebot. "Und dies nicht nur in der Innenstadt, sondern mit einer Verteilung auf alle interessierten Bezirke."
Werbeeinblendungen zur Finanzierung
Zur Finanzierung soll es beim Login Werbung für 10 Sekunden geben und am Ende einen Link auf eine Webseite, berichtet die Boulevardzeitung BZ(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen.
Für die kostenlosen WLAN-Hotspots in Berlin stellt die Landesregierung 170.000 Euro Fördergeld als Anschubfinanzierung zur Verfügung. Die Ausschreibung für das Projekt "Freies WLAN für Berlin" ist am 1. Dezember 2014 gestartet.
Für die Dauer von zwei Jahren würden dabei öffentliche Gebäude als Hotspot-Standorte kostenfrei zur Verfügung gestellt. In den vergangenen sieben Jahren sind drei Versuche gescheitert, ein stadtweites WLAN-Netz in Berlin aufzubauen.
Die Wall AG bietet im Bereich des Kurfürstendamms seit Jahren ein kostenfreies WLAN-Netz an.
Auf dem Dach des Bürgeramts vom Rathaus Kreuzberg wurden im Jahr 2012 Router installiert. Mit Richtantennen bekamen sie eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern für ein Freifunk-WLAN. In Berlin gibt es bereits über 200 Freifunk-Hotspots.
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