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Golem Plus Artikel
Abkündigung des WSUS:
Wie Microsoft Kunden in die Cloud zwingt

Es war eine versteckte Ankündigung, dass Microsoft die WSUS einstellt. Der Schritt ist aber Teil einer Strategie, mit weitreichenden Folgen für die Kunden.
/ Holger Voges
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In der Cloud - und kein Weg raus (Bild: Pixabay)
In der Cloud - und kein Weg raus Bild: Pixabay

Am 20. September hat Microsoft in einem Blogbeitrag im Windows IT Pro Blog den Windows Server Update Service, kurz WSUS, zum Alteisen erklärt. Der Artikel erklärt in wenigen Worten, dass der Windows Server Update Service in Zukunft zwar weiterhin mit Bugfixes versehen, aber nicht mehr aktiv weiterentwickelt werde – das Unternehmen spricht von "deprecated" . Stattdessen empfiehlt es Kunden, auf die Clouddienste Windows Autopatch, Microsoft Intune oder für Server auf Azure Update Manager zu wechseln.

Der Länge des Artikels und dem Erscheinungsort nach zu schließen, sollte man meinen, dass das kein großes Ding ist. Tatsächlich hat Microsoft seit dem Update auf WSUS 3.0 ganz offensichtlich keine großen Entwicklungsressourcen mehr in das Produkt gesteckt. Auch die Anpassungen damals waren vor allem dem neuen Service-Konzept des Windows Clients mit Service-Releases und Kumulativen Updates geschuldet. Den WSUS abzukündigen, ist jedoch der nächste Schritt in Microsofts Strategie, alle Kunden endgültig an die Cloud zu binden.

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