Abkehr von Qualcomm: Apples eigenes 5G-Modem soll 2023 fertig sein

Erst SoCs, nun ein Baseband für iPhones: Apple will das selbst entwickelte 5G-Modem bei TSMC mit 4-nm-Technik produzieren lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple-Logo auf einem iPhone 13 Pro Max
Apple-Logo auf einem iPhone 13 Pro Max (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apple macht Fortschritte bei der Entwicklung eines eigenen 5G-Modems für iPhones: 2022 soll ein Testchip produziert werden, 2023 dann das finale Baseband. Das entsprechende Know-how stammt anteilig von Intels ehemaliger 5G-Abteilung, die Fertigung soll erneut TSMC als Foundry-Partner übernehmen.

Stellenmarkt
  1. Senior Consultant Anforderungsmanagement (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Wolfsburg
  2. Senior DevOps Engineer (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, München, Wolfsburg
Detailsuche

Die meisten bisherigen iPhones verwenden ein Baseband von Qualcomm, auch die aktuellen 5G-Modelle stammen von den US-Amerikanern. Zwischenzeitlich hatte Apple auch LTE-Modems von Intel verwendet, genauer beim iPhone 7 und iPhone 8 sowie iPhone X. Die Qualcomm-Varianten musste Apple drosseln, weil sie schneller waren als die von Intel.

Vorausgegangen war ein Rechtsstreit mit Qualcomm, der im April 2019 ein Ende fand: Der Snapdragon-Entwickler erhielt 4,5 Milliarden US-Dollar als Zahlung für die Einigung bei den Patenten und den Kauf kommender 5G-Modems für iPhones. Die Übereinkunft zwischen Apple und Qualcomm gilt für sechs Jahre, und es besteht die Option, den Vertrag um zwei Jahre zu verlängern.

Ohne Qualcomm, aber indirekt mit Intel

Wenige Wochen später im Juli 2019 übernahm Apple dann die 5G-Abteilung von Intel für eine Milliarde US-Dollar. Der Deal sicherte Apple den Zugriff auf geistiges Eigentum (Intellectual Property), 17.000 Patente und Ausrüstung, zudem wechselten 2.200 Mitarbeiter. Auf dieser Basis entwickelt Apple derzeit ein eigenes 5G-Modem, welches bis 2023 fertiggestellt sein soll.

Golem Akademie
  1. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Der für 2022 angesetzte Testchip wird laut der japanischen Tageszeitung Nikkei mit TSMCs N5, also 5 nm mit extrem ultravioletter Belichtung (EUV), produziert. Das finale Modem soll dann 2023 mit N4 produziert werden, was dieselben Regeln wie N5 aufweist. Somit lässt sich das Design einfach portieren und Apple profitiert von einem durch den Shrink geschrumpften Logikteil.

Gedacht ist das 5G-Baseband für die 2023 erscheinenden iPhones, deren SoC wiederum soll mit TSMCs N3 entstehen. Verglichen mit N5 soll dieses Fertigungsverfahren eine bis zu 15 Prozent höhere Geschwindigkeit bei gleicher Leistungsaufnahme oder aber die gleiche Performance bei bis zu 30 Prozent weniger Energiebedarf aufweisen. Weil es sich um einen Full-Node handelt, soll überdies die Logikdichte um 70 Prozent steigen, die für SRAM wie Caches immerhin um 20 Prozent.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
CoreELEC/LibreELEC
Smart-TV mal anders

Eine TV-Box Marke Eigenbau bringt Spaß und Gewissheit über unsere Daten. Die Linux-Distributionen CoreELEC und LibreELEC eignen sich da besonders.
Eine Anleitung von Sebastian Hammer

CoreELEC/LibreELEC: Smart-TV mal anders
Artikel
  1. Microsoft: Windows 11 verlangsamt SSDs wohl teils merklich
    Microsoft
    Windows 11 verlangsamt SSDs wohl teils merklich

    Viele Teile der Community messen schlechtere Werte im Vergleich zu Windows 10, wenn sie Windows 11 auf ihren SSDs verwenden.

  2. Ubisoft Blue Byte: Anno 1800 muss in die Verlängerung
    Ubisoft Blue Byte
    Anno 1800 muss in die Verlängerung

    Vorerst gibt es kein neues Anno und auch kein Die Siedler: Ubisoft Blue Byte kündigt für 2022 eine vierte Season für Anno 1800 an.

  3. iPad-Mangel: Chipkrise erreicht Apple kurz vor Weihnachten
    iPad-Mangel
    Chipkrise erreicht Apple kurz vor Weihnachten

    Vor allem iPads werden nicht mehr rechtzeitig unterm Weihnachtsbaum liegen: Die Chipkrise wirkt sich stärker auf Apple aus.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /