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Abgeordnete verärgert: Anthropic schickt Techniker zu EU-Anhörung

Statt der Verantwortlichen für Politik und Öffentlichkeitsarbeit entsandte Anthropic einen Techniker und löste bei EU-Abgeordneten Unmut aus.
/ Mike Faust
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Das EU-Parlament hatte gefordert, mit Sarah Heck, der Verantwortlichen für Politik und Öffentlichkeitsarbeit bei Anthropic, zu sprechen. (Bild: Reuters)
Das EU-Parlament hatte gefordert, mit Sarah Heck, der Verantwortlichen für Politik und Öffentlichkeitsarbeit bei Anthropic, zu sprechen. Bild: Reuters

Abgeordnete des EU-Parlaments haben das KI-Unternehmen Anthropic dafür kritisiert, einen technischen Angestellten zu einer Anhörung geschickt zu haben, in der politische Grundsatzfragen zur Sicherheit und zum Zugang zu fortschrittlichen KI-Modellen diskutiert werden sollten.

Wie Politico berichtet(öffnet im neuen Fenster), hatten die Abgeordneten ein Gespräch mit Sarah Heck, der Verantwortlichen für Politik und Öffentlichkeitsarbeit bei Anthropic, gefordert. Stattdessen entsandte das Unternehmen Donny Greenberg, einen technischen Mitarbeiter, der erst im April 2026 durch die Übernahme des Start-ups Runhouse zu Anthropic kam.

Greenberg war per Video aus New York zum EU-Parlament geschaltet und betonte direkt nach der Begrüßung, dass er ein technischer Experte und keine politische Person sei. Gegenüber Politico kritisierte die niederländische Abgeordnete Kim van Sparrentak, dass Anthropic hätte wissen müssen, dass viele politische Fragen gestellt würden.

Anthropic verteidigt die Entscheidung

Nach der Anhörung äußerten neben van Sparrentak weitere Abgeordnete, dass Anthropic den Eindruck erwecke, sich nicht für Europa zu interessieren, und zeigten sich enttäuscht, dass mit dem Unternehmen kein Austausch auf politischer Ebene möglich war.

Anthropic verteidigte die Entscheidung, Greenberg zu entsenden, da der Fokus der Sitzung auf den Fähigkeiten fortschrittlicher KI-Modelle und deren Auswirkungen auf die Cybersicherheit gelegen habe. Besonders interessant für die EU sind die Modelle Mythos und Fable.

Zu diesem Sachverhalt konnte Greenberg inhaltliche Fragen beantworten und erklärte etwa, dass KI-Modelle Produkte mit zwei Verwendungsmöglichkeiten seien (Dual-Use) und sich etwa für Cyberattacken genauso einsetzen ließen wie zur Stärkung der Cybersicherheit, weshalb die Cyber-Resilienz insgesamt gestärkt werden müsse.

Er wies außerdem darauf hin, dass Anthropic bereits mit dem KI-Büro der EU-Kommission und der europäischen Agentur für Cybersicherheit Enisa zusammenarbeite.


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