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Abgelöste Elektroden: Neuralink räumt Problem mit implantiertem Gehirn-Chip ein

Nach einem Bericht des Wall Street Journal hat Neuralink Details zu seiner ersten menschlichen Versuchsperson veröffentlicht.
/ Daniel Ziegener , dpa
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Ein Produktbild von Neuralink (Bild: Neuralink)
Ein Produktbild von Neuralink Bild: Neuralink

Elon Musks Gehirnimplantatefirma Neuralink hatte bei ihrem ersten Patienten mit einem Problem zu kämpfen. In den Wochen nach der ersten Operation an einem Menschen im Januar dieses Jahres hätten sich einige der Elektroden wieder vom Gehirn des Mannes gelöst.

Neuralink räumte die Probleme in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) ein – allerdings erst, nachdem das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) darüber berichtet hatte.

Die Firma bekam im Mai 2023 die Erlaubnis, das flache und runde Implantat in einer klinischen Studie Menschen einzusetzen. Davor war die Technik an Affen getestet worden .

Erste klinische Studie mit Menschen

Das Implantat von Neuralink soll es ermöglichen, durch Gedanken ein Smartphone zu bedienen. Der erste Patient mit dem Neuralink-Implantat konnte dem Unternehmen zufolge unter anderem im Internet surfen sowie Schach und Mario Kart spielen.

Für die klinische Studie suchte Neuralink nach Patienten mit Tetraplegie – einer Querschnittlähmung, die Beine und Arme betrifft. Wenn Menschen zu Bewegungen ansetzen, wird ein bestimmter Bereich im Gehirn aktiv. Die Elektroden fangen diese Signale auf. So soll es reichen, sich eine Bewegung vorzustellen, um einen Cursor am Computer zu bedienen.

Keine Angaben zu den Ursachen

Wegen der abgelösten Elektroden sei die Präzision und Schnelligkeit der Cursor-Bedienung zunächst gesunken, gab Neuralink an. Als Reaktion habe man unter anderem den Algorithmus zum Entdecken der Gehirnaktivität empfindlicher gemacht und die Technik verbessert, die sie in Cursor-Bewegungen überträgt. Nach der Softwareanpassung seien die Genauigkeitswerte höher als vorher, hieß es in dem Blogeintrag.

Zu den Gründen für die Ablösung der Elektroden machte Neuralink keine Angaben. Dem Wall Street Journal zufolge war eine der Theorien bei dem Unternehmen, dass nach der Operation Luft im Schädel geblieben sein könnte. Die Studie wird von der US-Gesundheitsbehörde FDA beaufsichtigt.


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