Abo
  • Services:
Anzeige
Audi Q7
Audi Q7 (Bild: Audi)

Abgasskandal: Audi gesteht Einbau von "Defeat Device"

Audi Q7
Audi Q7 (Bild: Audi)

In seinen für die Marken Volkswagen, Audi und Porsche gebauten 3.0-Liter-Dieselmotoren hat Audi nach eigenen Angaben eine wichtige Software der Abgasreinigung nicht korrekt offengelegt - in den USA gilt das als Manipulation.

Anzeige

Audi ist im Konzernverbund von Volkswagen unter anderem für die Drei-Liter-Motoren zuständig. Nun hat das Unternehmen zugegeben, in seinen V6-TDI-3.0-Dieselmotoren eine Manipulationssoftware eingesetzt zu haben. Das System ergibt auf dem Prüfstand deutlich bessere Abgaswerte, als sie im tatsächlichen Straßenverkehr vorkommen.

Laut Audi wurden drei Vorrichtungen, die bei der Steuerung und Ermittlung der Abgaswerte eine Rolle spielen, nicht ordnungsgemäß offengelegt. Eines davon werde nach geltender US-Gesetzgebung als "Defeat Device" betrachtet, als eine unerlaubte Abschaltvorrichtung bei Emissionstests. Es handelt sich um die Software für die Temperaturkonditionierung der Abgasreinigung.

Nach aktuellem Wissenstand wohl minder schwer sind die beiden Systeme, bei denen es um die Vermeidung von Ablagerungen am Ad‑Blue‑Dosierventil sowie um die Verunreinigung des SCR-Katalysators durch unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC-Poisoning) geht.

Mittlerer zweistelliger Millionenbetrag

Der betroffene Motor wird ab dem Modelljahr 2009 in den Audi-US-Modellen A6, A7, A8, Q5 und Q7 eingebaut. Volkswagen setzt das Aggregat im Touareg und Porsche seit dem Modelljahr 2013 im Cayenne ein. Bereits Anfang November 2015 hatte der Hersteller einen Verkaufsstopp für diese Autos beschlossen, der nun bis auf weiteres verlängert wird.

Audi stellt den Fall so dar, dass die drei Systeme bei der Typzulassung "nicht ausreichend beschrieben und deklariert" worden seien. Das klingt wie ein Versehen, war aber wohl Absicht, um Problemen bei der Zulassung aus dem Weg zu gehen. Vor zwei Wochen hatte Audi entsprechende Vorwürfe der US-Umweltbehörde EPA noch zurückgewiesen.

Nun arbeite der Konzern daran, die Zulassung "mit einer aktualisierten Software und Dokumentation" in Kooperation mit den Umweltbehörden nachzuholen, was nach Firmenangaben einen "mittleren zweistelligen Millionenbetrag" kosten werde. In den USA sollen rund 85.000 Autos mit dem Drei-Liter-Motor betroffen sein.


eye home zur Startseite
wasabi 25. Nov 2015

Kleine Anmerkung: Das "x" bei "CO" kann man weglassen. Es geht nur um Kohlenmonoxid, also CO.

wasabi 25. Nov 2015

Warum? Ist es technisch nicht möglich, einen solchen fetten Motor sauber zu betreiben...

Ach 24. Nov 2015

25x höhere Abgaswerte als erlaubt, per Software auf dem Prüfstand weggezaubert, durch...

derdiedas 24. Nov 2015

Also Louis de Funès als Troll zu bezeichnen ist ja wohl eine Frechheit ;-)



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schwarz Zentrale Dienste KG, Neckarsulm
  2. IT Services mpsna GmbH, Herten
  3. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  4. Landeshauptstadt München, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)

Folgen Sie uns
       


  1. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  2. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  3. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  4. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen

  5. NH-L9a-AM4 und NH-L12S

    Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

  6. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  7. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  8. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live

  9. Störerhaftung abgeschafft

    Bundesrat stimmt für WLAN-Gesetz mit Netzsperrenanspruch

  10. Streaming

    Update für Fire TV bringt Lupenfunktion



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Olympus Tough TG5 vs. Nikon Coolpix W300: Die Schlechtwetter-Kameras
Olympus Tough TG5 vs. Nikon Coolpix W300
Die Schlechtwetter-Kameras
  1. Mobilestudio Pro 16 im Test Wacom nennt 2,2-Kilogramm-Grafiktablet "mobil"
  2. HP Z8 Workstation Mit 3 TByte RAM und 56 CPU-Kernen komplexe Bilder rendern
  3. Meeting Owl KI-Eule erkennt Teilnehmer in Meetings

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Community based Parking Mercedes S-Klasse liefert Daten für Boschs Parkplatzsuche

  1. Re: AI gibt es nicht.

    wlorenz65 | 05:10

  2. Re: K(n)ackpunkt Tastaturlayout

    zilti | 04:10

  3. Re: Und bei DSL?

    bombinho | 03:21

  4. Re: Geringwertiger Gütertransport

    DASPRiD | 03:07

  5. Re: Absicht?

    exxo | 02:46


  1. 17:43

  2. 17:25

  3. 16:55

  4. 16:39

  5. 16:12

  6. 15:30

  7. 15:06

  8. 14:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel