Abo
  • Services:

Abgas-Skandal: EU-Kommission wusste über Software-Manipulation Bescheid

Der Tipp kam aus Europa: Die EU-Kommission wusste einem Medienbericht zufolge von den Manipulationen an der Motorsoftware bei Dieselfahrzeugen, unternahm aber nichts. Daraufhin sollen EU-Mitarbeiter die Information an eine US-Umweltorganisation lanciert haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Front eines VW: erhöhte Stickoxidwerte bei weiteren Dieselfahrzeugen
Front eines VW: erhöhte Stickoxidwerte bei weiteren Dieselfahrzeugen (Bild: Rob Stothard/Getty Images)

Mitarbeiter der Kommission der Europäischen Union (EU) haben offenbar die Manipulationen bei der Motorensoftware auffliegen lassen. Die EU-Kommission habe seit mehreren Jahren von den Manipulationen gewusst, aber nichts unternommen, berichtet die Wirtschaftszeitschrift Wirtschaftswoche.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Metropolregion Nürnberg
  2. DIEBOLD NIXDORF, Paderborn, Berlin

Seit 2011 sei der EU-Kommission bekannt gewesen, dass Hersteller die Motorsteuerung so beeinflussten, dass die Autos bei Abgastests besser abschnitten. Ein Zulieferer habe Antonio Tajani, damals Kommissar für Unternehmen und Industrie der EU, darauf aufmerksam gemacht. Die Wirtschaftswoche erklärt, das aus dem Umfeld der Kommission erfahren zu haben. Zudem liegen ihr nach eigenen Angaben Dokumente vor, aus denen das hervorgeht.

EU-Mitarbeiter informierten die ICCT

Obwohl sie über diese Praktiken Bescheid gewusst habe, habe die EU-Kommission nichts gegen die Hersteller unternommen, schreibt die Zeitung. Das habe die Kommissionsmitarbeiter derart frustriert, dass sie die Informationen schließlich an die US-Umweltorganisation International Council for Clean Transportation (ICCT) weitergegeben hätten.

Die ICCT habe die Abgaswerte verschiedener Modelle von Volkswagen (VW) mit Dieselantrieb untersuchen lassen und die Ergebnisse an die US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) und die kalifornische Umweltbehörde California Air Resources Board (Carb) übergeben."Es waren Beamte aus der EU-Administration, die die amerikanische Umweltorganisation ICCT auf mögliche Betrügereien bei Stickoxidemissionen hinwiesen", bestätigte Carb-Direktorin Mary Nichols der Wirtschaftswoche.

Tricksen auch Audi und Porsche?

Nachdem die EPA die VW-Manipulationen öffentlich machte, wurden weitere Fahrzeug mit Dieselantrieb überprüft. Die EPA erklärte Anfang November, mehrere Modelle der VW-Töchter Audi und Porsche hätten die gleiche Motorsteuerungs-Software installiert.

Auch andere Hersteller manipulieren möglicherweise die Abgaswerte ihrer Dieselfahrzeuge: Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) testet über 50 Modelle - und fand verdächtige Abweichungen: "Auf Basis von Rohdaten wurden bisher zum Teil erhöhte Stickoxidwerte bei unterschiedlichen Fahr- und Umgebungsbedingungen festgestellt", erklärte das KBA dieser Tage. Die Daten müssten allerdings noch "weiter evaluiert" werden, um "rechtlich belastbare Ergebnisse" zu bekommen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 449€
  2. 54,99€ statt 99,98€

bofhl 16. Dez 2015

Klar machen alle eine Prüfstanderkennung! Muss ja sein, sonst startet der Motor, die...

azeu 16. Nov 2015

Quatsch mit Soße. Das mag in Deutschland so funktionieren, weil die Autohersteller/Lobby...

Ach 15. Nov 2015

Was soll das darstellen? Der Zukunft mit geschwellter Brust ins Gesicht spucken? Perfekte...

azeu 15. Nov 2015

Wobei inzwischen auch die Umweltfreundlichkeit wirtschaftlich positiv gestaltbar ist...

Moe479 15. Nov 2015

da man wohl kaum auf ehrliche antworten hoffen kann, lohnt die frage nicht wirklich ... ;)


Folgen Sie uns
       


LG G7 Thinq - Test

Das G7 Thinq ist LGs zweites Smartphone unter der Thinq-Dachmarke. Das Gerät hat eine Kamera, die mit Hilfe künstlicher Intelligenz Bildinhalte analysiert und anhand der Analyseergebnisse die Bildeinstellungen verändert. Mit äußerster Vorsicht sollten Nutzer die Gesichtsentsperrung verwenden, da sie sich in der Standardeinstellung spielend leicht austricksen lässt.

LG G7 Thinq - Test Video aufrufen
Game Workers Unite: Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!
Game Workers Unite
Spieleentwickler aller Länder, vereinigt euch!

Weniger Crunchtime, mehr Lunchtime: Die Gewerkschaft Game Workers Unite will gegen schlechte Arbeitsbedingungen in der Spielebranche vorgehen - auch in Deutschland.
Von Daniel Ziegener

  1. Spielebranche Neue Konsole unter dem Markennamen Intellivision geplant
  2. The Irregular Corporation PC Building Simulator verkauft sich bereits 100.000 mal
  3. Spielemarkt Download-Anteil bei Games steigt auf 42 Prozent

3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
3D-Druck on Demand
Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
Ein Praxistest von Achim Sawall


    Live-Linux: Knoppix 8.3 mit Docker
    Live-Linux
    Knoppix 8.3 mit Docker

    Cebit 2018 Die Live-Distribution Knoppix Linux-Magazin Edition bringt nicht nur die üblichen Aktualisierungen und einen gegen Meltdown und Spectre geschützten Kernel. Mir ist das kleine Kunststück gelungen, Knoppix als Docker-Container zu starten.
    Ein Bericht von Klaus Knopper


        •  /