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GFK-Abfall wird zu Zement

Die Anlage in Bremen ist seit 2015 in Betrieb. Aktuell produziert sie ungefähr 30.000 Tonnen Ersatzstoffe pro Jahr. Darin enthalten sind rund 15.000 Tonnen GFK-Abfälle. Sollte in den kommenden Jahren der Bedarf am Recycling von Rotorblättern steigen, kann Neocomp diesen decken: Die Anlage kann in der aktuellen Konstellation 40.000 Tonnen, davon 20.000 Tonnen GFK verarbeiten. Das Unternehmen hat laut Lange eine genehmigte Kapazität von 85.000 Tonnen. Falls die erste Anlage eines Tages nicht mehr ausreicht, kann Neocomp also eine zweite bauen.

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Das zerschredderte GFK liefert Neocomp hauptsächlich an die Zementindustrie. Als Zahnstocher kann das GFK verbrannt werden. Das geschieht innerhalb von wenigen Sekunden in einem Heißluftstrom, wobei das verbrennende Harz noch den Prozess mit anheizt. Was übrig ist, wird aufgefangen und dann als Ersatz für Sand in Zement gemischt. "Der fertige Ersatzstoff erfüllt die physikalischen und chemischen Kriterien, die seitens der Zementindustrie gefordert werden", sagt Lange.

Wichtig ist, dass die Glasfasern die Eigenschaften des Zements nicht verändern. "Der Zement soll genau die Qualität behalten, die er auch ohne den Einsatzstoff hat", beschreibt Lange. " Schnelleres Abbinden oder Faser-verstärkende Wirkung ist überhaupt nicht das Ziel. Das Ziel ist, eine hundertprozentige Verwertung zu gewährleisten. Das geht mit keinem anderen System."

Der Zement landet dann vielleicht im Straßenbau, in einer Hauswand - oder im Turm eines Windkraftrades.

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