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Abdu Mudesir: Vorstand verlässt kurz nach Beförderung die Telekom

Mudesir ist wegen seiner Bescheidenheit und seines praktischen Einsatzes in der Technik beliebt. Jetzt verlässt der Tech-Manager, der Marketing-Phrasen nicht mochte, die Telekom.
/ Achim Sawall
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Telekom-Technikchef Abdu Mudesir am 11. Juli 2025 in Bonn im Gespräch mit Golem (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Telekom-Technikchef Abdu Mudesir am 11. Juli 2025 in Bonn im Gespräch mit Golem Bild: Achim Sawall/Golem.de

Abdu Mudesir, Vorstand Product and Technology der Deutschen Telekom, verlässt nach nur wenigen Monaten in der Position das Unternehmen. Das hat die Telekom am 23. März 2026 bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster) . Bereits zum Monatsende scheidet er aus, "um eine neue berufliche Aufgabe im Ausland zu übernehmen" .

Die Kurzfristigkeit der Personalie deutet auf Unstimmigkeiten in der Führung des Konzerns hin, oder der Familienvater Mudesir hat einen Chefposten im Ausland angeboten bekommen. "Die strategische Ausrichtung der Deutschen Telekom bleibt unverändert. Die Umsetzung der Prioritäten im Bereich Produkte und Technologie wird nahtlos fortgeführt" , erklärte die Telekom. Einen Nachfolger gibt es bisher nicht.

Der Aufsichtsrat habe der einvernehmlichen Auflösung seines Vertrags zugestimmt. Erst im Oktober 2025 nahm Mudesir die Beförderung an . Im Gespräch mit Golem sagte der Tech-Manager zuvor, er hätte die Beförderung nicht akzeptiert, wäre er damit beim praktischen Einsatz der Technik nicht mehr dabei gewesen.

Finanzchef soll die Lücke füllen

Bis ein Nachfolger für ihn gefunden ist, übernimmt der Finanzchef Christian Illek zusätzlich übergangsweise die Aufgaben von Mudesir.

Mudesir wurde 1981 in Äthiopien geboren. Er studierte Computerwissenschaft und Elektrotechnik an der International University Bremen und wurde dort im Jahr 2010 promoviert. Im Jahr 2012 wechselte er zu Huawei, 2018 zur Telekom. Mudesir hat tiefes technisches Verständnis, bevorzugt Fakten vor Marketingaussagen, T-Shirt und Jeans vor Anzügen und ist wegen seiner bescheidenen Art in der Branche beliebt. Mit Mitte 40 gehörte er zu den jüngsten Vorstandsmitgliedern im DAX.


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