Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Abdu Mudesir: Telekom enttäuscht über Weggang von Technikchef

Der Telekom -Aufsichtsratschef übt öffentlich Kritik am früheren Technikvorstand Abdu Mudesir. Eine Abfindung bekomme er auf sein Millionenhonorar nicht.
/ Achim Sawall
25 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Finanzchef Christian P. Illek (l.) und der Aufsichtsvorsitzende Frank Appel (r.) (Bild: Deutsche Telekom)
Finanzchef Christian P. Illek (l.) und der Aufsichtsvorsitzende Frank Appel (r.) Bild: Deutsche Telekom

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Telekom, Frank Appel, hat sich in der vergangenen Woche kritisch über den plötzlichen Weggang des Telekom-Vorstands Product and Technology, Abdu Mudesir , geäußert(öffnet im neuen Fenster) . Appel erklärte auf Fragen der Anlegers DWS: "Wir wissen nicht, wohin Dr. Mudesir geht, wir sind sehr enttäuscht."

Offenbar löste Mudesir seinen Vertrag selbst auf. Er erhalte keine Abfindung, sagte Appel auf der Hauptversammlung 2026. Mudesir trat die Nachfolge von Claudia Nemat als Vorstand für Product and Technology erst am 1. Oktober 2025 an.

Sein Vertrag war ursprünglich auf drei Jahre ausgelegt. Er verließ das Unternehmen jedoch überraschend zum 31. März 2026 auf eigenen Wunsch, um eine Aufgabe im Ausland zu übernehmen.

Mudesir verdiente eine Million Euro

Die sogenannte fixe Grundvergütung für Telekom-Vorstandsmitglieder ohne den Vorsitzenden lag in den Vorjahren laut Vergütungsbericht im Bereich von 900.000 bis 1 Million Euro pro Jahr.

Der Vermögensverwalter DWS Group erklärte (PDF)(öffnet im neuen Fenster) , der Aufsichtsrat und insbesondere der Präsidialausschuss müsse sich die Frage gefallen lassen, ob man die Entwicklung nicht hätte vorhersehen können. "Wurde die Motivation von Herrn Dr. Mudesir für die Übernahme der Vorstandstätigkeit hinreichend hinterfragt und geprüft?" , fragten die Anleger.

DWS hinterfragte zudem die fachliche Eignung von Finanzchef Christian P. Illek, der den Posten von Mudesir interimsmäßig übernimmt. "Illek ist ausgebildeter Naturwissenschaftler, der kann das gut machen" , betonte Aufsichtsratschef Appel. Man wolle einen richtigen Kandidaten und keine Notlö­sung.


Relevante Themen