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Abbau: Microsoft Deutschland streicht jede zehnte Stelle

Der neue konzernweite Stellenabbau trifft Microsoft Deutschland besonders hart. Die Landeschefin hatte zuerst gehofft, zusätzliche Jobs schaffen zu können.
/ Achim Sawall
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Microsofts neuer Hauptsitz in Deutschland (Bild: Microsoft)
Microsofts neuer Hauptsitz in Deutschland Bild: Microsoft

Der neue konzernweite Stellenabbau bei Microsoft trifft auch die deutsche Vertriebsniederlassung. Das hat die Wirtschaftswoche aus Unternehmenskreisen(öffnet im neuen Fenster) erfahren. Es fallen zehn Prozent der 2.700 Arbeitsplätze in Deutschland weg.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Die Betroffenen können sich intern neu bewerben. Die Mehrheit soll das Unternehmen verlassen, aber nicht alle. Für die sogenannten Freiwilligen gibt es ein Abfindungsprogramm, gezahlt werden bis zu 2,2 Monatsgehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit.

Der Stellenabbau kommt offenbar auch für Microsoft Deutschland überraschend. In einer internen Mail von Anfang Juli, die der Wirtschaftswoche vorliegt, hatte Deutschland-Chefin Sabine Bendiek noch angedeutet, es könnten durch den Umbau mehr Arbeitsplätze entstehen: "Für uns in Deutschland bedeutet das, dass wir unsere gute Position mit zusätzlichen Ressourcen stärken."

Abbau im Ausland

Der Software- und Cloudkonzern werde für einen großen Umbau zur Konzentration auf das Cloud-Geschäft mehrere Tausend Jobs streichen, meldeten die Nachrichtenagentur Bloomberg und der Sender CNBC in diesem Monat unter Berufung auf Unternehmenskreise. Hauptsächlich sollten Arbeitsplätze im Bereich Sales wegfallen. Betroffen seien weniger als zehn Prozent der Beschäftigten in dem Bereich, 75 Prozent davon im Ausland.

Damit ist die deutsche Niederlassung, die hauptsächlich im Vertrieb tätig ist, besonders hart von dem Umbau betroffen.

Microsoft hat 71.000 Beschäftigte in den USA und weltweit 110.000. Zuletzt entließ Microsoft im Juli 2016 rund 3.000 Beschäftigte.

Microsoft-Sprecher Thomas Mickeleit sagte Golem.de: "Microsoft streicht keine Stellen, im Gegenteil, wir werden künftig mehr Ressourcen zur Verfügung haben." Mickeleit verwies auf Anfrage von Golem.de auf eine Agenturmeldung. Darin heißt es: "Microsoft Deutschland will von der geplanten Neuorganisation des US-Konzerns, die auch Entlassungen vorsieht, kräftig profitieren. Mit der digitalen Transformation entstehe allein in Deutschland ein Marktpotenzial von 32 Milliarden Euro, hieß es in einer E-Mail von Bendiek an die Mitarbeiter. 'Wir werden daran erheblich partizipieren, wenn es gelingt, Microsoft als den Partner erster Wahl zu etablieren.'"


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