Ab Januar: Telefónica legt Netze von O2 und E-Plus komplett zusammen

Ab Januar 2016 werden die Netze von O2 und E-Plus komplett zusammengelegt. Das teilte Unternehmenssprecherin(öffnet im neuen Fenster) Julia Hoffstaedter im Blog der Telefónica Deutschland mit. Im ersten Jahr der Netzintegration will der Betreiber mehr als 60 Prozent der Bevölkerung mit dem gemeinsamen Netz erreichen. Die komplette Netzintegration soll erst in einem Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen werden.
Hoffstaedter sagte Golem.de: "Wir hatten in den vergangenen Monaten bereits eine Planungs- und Testphase, wo wir die Zusammenlegung in einzelnen Gebieten schon mal getestet haben. Jetzt gehen wir ab Januar aber in den größeren Rollout."
Im Januar 2016 startet die Telefónica damit die bundesweite Zusammenführung der UMTS- und GSM-Netze von O2 und E-Plus. Mitte 2016 soll auch eine gemeinsame LTE-Nutzung ermöglicht werden.
3G-Netz überlastet
Am 15. April 2015 aktivierte der spanische Konzern das Roaming zwischen den UMTS-Netzen von E-Plus und O2. Beteiligt sind daran jetzt 2,9 Millionen O2-Kunden und 2,6 Millionen Kunden von E-Plus. "Wir greifen auf eine Funktion zurück, die zwei oder mehr Netze wie eines behandelt. Diese Funktion kommt vom Gerät, nicht von der SIM-Karte" , hatte Telefónica-Sprecherin Ursula Buczek im April 2015 gesagt. Das nationale Roaming nutzen laut einem Medienbericht täglich etwa 5,5 Millionen Kunden.
"Die Zusammenführung wurde so geplant, dass der Service für die Kunden während der technischen Arbeiten in einem Gebiet möglichst nicht beeinträchtigt wird" , erklärte Hoffstaedter. Für das gemeinsame Netz würden die besten Mobilfunkstandorte ausgewählt. Durch das Roaming haben O2-Nutzer bereits die Möglichkeit, das UMTS-Netz von E-Plus auch in der Berliner U-Bahn mitzunutzen. Das 3G-Netz war durch die Anzahl der O2-Nutzer überlastet worden .
Es handele sich um ein in Europa "einmaliges technisches Großprojekt" , sagte Markus Haas, Chief Operating Officer von Telefónica Deutschland.



