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Ab Januar 2026: Bundestag beschließt neue E-Auto-Förderung

Die neue Kaufprämie für E-Autos tritt wie angekündigt rückwirkend ab Jahresanfang in Kraft. Der Bundestag hat den Weg dafür freigemacht.
/ Przemyslaw Szymanski und dpa
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Elektroautos an Ladesäule (Bild: Isabelle Souriment / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Elektroautos an Ladesäule Bild: Isabelle Souriment / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Das neue Förderprogramm für Elektroautos kann wie angekündigt rückwirkend für Zulassungen ab dem 1. Januar 2026 in Anspruch genommen werden. Der Bundestag(öffnet im neuen Fenster) hat dafür die rechtlichen Grundlagen geschaffen, indem er im Rahmen eines Änderungsantrags der Koalitionsfraktionen eine "zuwendungsrechtliche Regelung" für das Förderprogramm beschlossen hat.

Dabei stellte die Bundesregierung zugleich klar, dass die Förderung auch dann greift, "wenn der zugrundeliegende Vertrag bereits vor Beantragung der Förderung geschlossen worden ist".

Beantragen lässt sich der staatliche Zuschuss allerdings noch nicht, da die dafür notwendige Onlineplattform erst noch freigeschaltet werden muss. Nach früheren Angaben soll dies im Mai geschehen.

Förderung nach Einkommen gestaffelt

Sobald die Plattform verfügbar ist, können Privatkunden die staatliche Förderung wie bereits bekannt beim Kauf von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Range Extender beantragen.

Für reine Elektroautos beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Anspruch darauf haben jedoch nur Haushalte, deren Jahreseinkommen bestimmte Grenzen nicht überschreitet – in der Regel 80.000 Euro, mit zwei Kindern 90.000 Euro.

Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro steigt die Förderung auf 4.000 Euro, bei höchstens 45.000 Euro auf 5.000 Euro. Zusätzlich erhöht sich der Zuschuss pro Kind um 500 Euro, insgesamt jedoch um maximal 1.000 Euro.

Weniger Geld gibt es für Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und Fahrzeuge mit Range Extender liegt die Basisförderung bei 1.500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.

Opposition kritisiert Förderprogramm

In der Bundestagsdebatte kritisierte Till Steffen von den Grünen, mit der Förderung von Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Fahrzeugen würden die "absolut falschen Anreize" gesetzt, denn diese Autos führen im Prinzip mit Benzin. Von der Kaufprämie profitierten zudem Besserverdienende.

"Wir brauchen ein Angebot, wo sich eben auch die Krankenschwester auf dem Land ein günstiges, kleines Elektroauto leisten kann. Die lassen Sie im Regen stehen", sagte Steffen an die Adresse der Regierungskoalition.

Kritik wie auch Unterstützung kamen von Verbänden. So lehnt die Deutsche Umwelthilfe(öffnet im neuen Fenster) die Förderung in ihrer jetzigen Form deutlich ab, vor allem weil weiterhin Plug-in-Hybride berücksichtigt werden.

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK)(öffnet im neuen Fenster) bewertete die Maßnahmen bereits im Januar zwar grundsätzlich positiv, kritisierte aber unter anderem, dass gebrauchte Elektroautos nicht gefördert und damit nicht alle potenziellen Käufer erreicht würden.


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