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Ab-in-den-Urlaub.de: Unister meldet Insolvenz an

Nach dem Tod zweier Topmanager ist Unister nun insolvent. Der tragische Unfalltod des Gesellschafters bedeute auch "wirtschaftlich einen Einschnitt" für das Unternehmen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Bekannte Werbung von Unister
Bekannte Werbung von Unister (Bild: Ab-in-den-Urlaub.de)

Die Leipziger Internetfirma Unister hat nach dem Flugzeugabsturz ihres Gründers Thomas Wagner Insolvenz beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Anwalt Lucas Flöther bestellt. Flöther bestätigte der Mitteldeutschen Zeitung das vorläufige Insolvenzverfahren der Unister-Holding. "Der operative Betrieb in allen Firmen läuft weiter", sagte Flöther der Zeitung.

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Zu Unister gehören insgesamt mehr als 40 Internetplattformen, Flugbuchungsseiten wie Fluege.de, die Onlinereisebüros Ab-in-den-Urlaub.de und Reisen.de, das Serviceportal Preisvergleich.de oder die Datingseite Partnersuche.de. Unister ist zudem an Flug24.de über die Travel24 AG beteiligt und übernimmt für Billigfluege.de das Service-Fulfillment. Die Gruppe hat rund 1.100 Beschäftigte.

Auswirkungen des Verfahrens auf die einzelnen Firmen der Leipziger Holding soll es angeblich nicht geben. Die Pressestelle von Unister reagiert derzeit nicht auf Telefonanrufe.

In einer Erklärung von Flöther, die Golem.de vorliegt, heißt es: "Der tragische Unfalltod des Gesellschafters bedeutet nicht nur persönlich, sondern natürlich auch gesellschaftsrechtlich und wirtschaftlich einen Einschnitt für das Unternehmen."

Die Insolvenzanmeldung betreffe die Unister Holding. Die operativen Gesellschaften der Firmengruppe seien nicht betroffen.

Die Privatmaschine von Wagner verunglückte am 14. Juli 2016 in Slowenien auf dem Weg von Venedig nach Leipzig mit vier Deutschen an Bord. Darunter war auch der 39-jährige Gesellschafter und Mitgründer der Unister-Holding, Oliver Schilling.

Geldkoffer an Bord?

Berichte über einen Geldkoffer mit mehreren Millionen Euro an Bord wollte die Polizei vor Ort nicht kommentieren. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung soll an der Absturzstelle viel Bargeld gefunden worden sein. Unternehmenssprecher Dirk Rogl erklärte: "Herr Wagner und Herr Schilling befanden sich in Venedig in Gesprächen mit potenziellen Investoren."

Im Vorjahr war im Konzern von bis zu 150 Stellenstreichungen die Rede. Für das Effizienzsteigerungsprogramm Unister 3.0 sollten 30 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. Jüngst hatte das Unternehmen das Portal Geld.de verkauft.



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ap (Golem.de) 18. Jul 2016

Aufgrund der Vielzahl der pietätlosen Kommentare mussten wir uns dazu entschließen, die...


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