Abo
  • Services:

Ab-in-den-Urlaub.de: Unister-Chef Thomas Wagner kündigt Rücktritt an

Unister-Gründer Thomas Wagner will den Chefposten im Internetunternehmen aufgeben. Unister erklärt, der Führungswechsel sei seit langem geplant.

Artikel veröffentlicht am ,
Bekannte Werbung von Unister
Bekannte Werbung von Unister (Bild: Unister)

Der Chef der Unister-Gruppe Thomas Wagner (34) will seinen Posten räumen. Das gab das Unternehmen am 3. Januar 2013 bekannt. Tatsächlich ist Wagner bislang von keinem Posten zurückgetreten. Vielmehr hat er nur angeboten und angekündigt, von dem Posten des Geschäftsführers der Unister Holding GmbH sowie der Unister GmbH zurückzutreten. Die Banken haben dies zur Kenntnis genommen und begrüßt.

Stellenmarkt
  1. BIONORICA SE, Neumarkt / Oberpfalz
  2. State Street Bank International GmbH, München

Nach Darstellung des Unternehmens seien die Gespräche über die Neubesetzung des operativen Geschäftsführers seit einiger Zeit geführt worden. In Kürze werde der Nachfolger bekanntgegeben. "Der Mitbegründer und strategische Kopf der Gruppe wird sich zukünftig mehr auf seine Aufgaben im Bereich der Unternehmensentwicklung konzentrieren." Die Gesellschafterstruktur der Gruppe bleibe unverändert.

Gegen Unister werde staatsanwaltlich wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein, am 14. Dezember 2012 Golem.de. Zwei oder drei Unister-Manager hätten sich tagelang in der JVA Dresden befunden, weil Flucht- und Verdunkelungsgefahr bestanden habe. Am 19. Dezember 2012 sei eine der inhaftierten Personen freigelassen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft habe dagegen Beschwerde eingelegt.

Am 11. Dezember 2012 hatte das Landeskriminalamt die Geschäftsräume in Leipzig, Dresden, Hamburg und Stralsund von 130 Ermittlern durchsuchen lassen. Sie beschlagnahmten Computer und Akten. Unister soll Versicherungsprodukte illegal vertrieben haben, ohne Versicherungssteuer zu entrichten. Nach eigenen Angaben hat Unister für die Produkte Umsatzsteuer bezahlt, nicht aber Versicherungssteuer. Der Steuerschaden soll ein Volumen von rund 1 Million Euro haben.

Zu Unister gehören Flugbuchungsseiten wie Fluege.de und Billigfluege.de, die Onlinereisebüros Ab-in-den-Urlaub.de und Reisen.de, das Serviceportal Preisvergleich.de sowie die Datingseite Partnersuche.de. Unister ist zudem an Flug24.de über die Travel24 AG beteiligt und übernimmt für Billigfluege.de das Service-Fulfillment.

Das Magazin Computer Bild hatte in einem Enthüllungsbericht umfangreiche Vorwürfe gegen Unister erhoben, was das Unternehmen juristisch zu unterbinden versuchte. So behauptete Computer Bild unter anderem: "Unister kassiert oder kassierte mit frei erfundenen Preisreduzierungen, heimlich aufgeschlagenen Servicegeldern, Klickfallen bei Urlaubsbuchungen und weiteren Schwindeleien." Durchgestrichene Altpreise würden Sonderangebote vorgaukeln, die frei erfunden seien. Bei Fluege.de sei laut Computer Bild ein Umbuchungsservice für 5 bis 15 Euro voreingestellt. Bei der Reiseschutzversicherung müsse der Kunde zum Verzicht extra ein Häkchen setzen. Wer dies nicht tue, erhalte ein Reiseschutzabo, das sich im Folgejahr automatisch zu deutlich höheren Kosten verlängere.

Nachtrag vom 14. März 2013, 15:31 Uhr

Die ursprüngliche Darstellung, "Unister soll Versicherungsprodukte illegal vertrieben haben, ohne Steuern dafür zu zahlen.", war missverständlich. Gemeint war, Unister hat keine Versicherungssteuer entrichtet. Nach eigenen Angaben hat Unister für die Produkte Umsatzsteuer bezahlt, nicht aber Versicherungssteuer.

Nachtrag vom 14. März 2013, 16:17 Uhr

Ursprünglich hatten wir in diesem Artikel eine - wie sich später herausstellte falsche - Darstellung der Leipziger Volkszeitung wiedergegeben. Den Artikel haben wir nachträglich geändert.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (nur für Prime-Mitglieder)

Folgen Sie uns
       


Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live

Wir zeigen uns enttäuscht von fehlenden Infos zu Metroid 4, erfreut vom neuen Super Smash und entzückt vom neuen Fire Emblem.

Nintendo E3 2018 Direct - Golem.de Live Video aufrufen
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  2. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Zweiter Weltkrieg mit Sprengkraft

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

    •  /