Ab 2023: Paypal führt 10-Euro-Gebühr für inaktive Konten ein
Der Zahlungsabwickler will kleine Guthaben auf inaktiven Konten einkassieren und die Konten schließen. Anfragen dazu wurden von Paypal Deutschland bislang nicht beantwortet.
Nach veränderten Nutzungsbedingungen kann Paypal eine Inactivity-Gebühr für Konten von Privatkunden verlangen, deren Guthaben über zwölf Monate nicht genutzt wurde. Das geht aus einem Hilfe-Beitrag von Paypal zu den neuen AGB hervor, über den Caschys Blog berichtete. "Benachrichtigungen an inaktive Konten beginnen am 14. November 2022", erklärte Paypal. Wer sich einmal einloggt oder sein Paypal-Konto nutzt, könne die Gebühr vermeiden.
"In Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Ungarn und Polen registrierte Privatkonten sind von der Erhebung der Inaktivitätsgebühr für 2022 ausgenommen", heißt es in der Erklärung. Paypal Deutschland und seine Agentur haben seit dem 15. November 2022 Anfragen von Golem.de zu der neuen Gebühr nicht beantwortet.
Paypal: "Wert, den wir den Kunden bieten, ist gestiegen"
Die Nutzungsvereinbarung würde Paypal erlauben, eine Gebühr für inaktive Konten zu berechnen. Die Gebühr gilt für den jeweils geringeren Kontostand oder 10 Euro (270 CZK, 3.600 HUF). "Konten mit Nullsaldo sind von dieser Gebühr nicht betroffen und diese Gebühr führt zu keinem negativen Saldo. Wenn ein Konto nach Belastung mit dieser Gebühr keinen positiven Saldo mehr aufweist und weitere 60 Tage inaktiv bleibt, kann dieses Konto nach Ablauf der 60 Tage geschlossen werden."
Zur Begründung wird erklärt, dass Paypal-Kunden eine Reihe von Vorteilen im Zusammenhang mit ihren Konten genießen würden, darunter eine vollständige Suite von Tools, Produkten und Support für Verkäufer sowie Einkaufserlebnisse, die einen schnellen und bequemen Checkout für Käufer umfassen. Der Wert, den man den Kunden biete, sei gestiegen. Doch Paypal berechnet für seinen Dienst bei der Bezahlabwicklung oder dem Geldtransfer bereits Gebühren.
Paypal meldete am 3. November 2022 einen um elf Prozent gestiegenen Quartalsumsatz von 6,85 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn stieg auf 1,33 Milliarden US-Dollar oder 1,15 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit 1,09 Milliarden US-Dollar oder 0,92 US-Dollar pro Aktie im Vergleichszeitraum 2021. Man erwarte für das Gesamtjahr 2022 einen geringeren Umsatzanstieg von rund 8,5 Prozent. Vor einem Jahr lag die Prognose bei einem Umsatzwachstum von rund 18 Prozent.