AAE-1 und Seamewe5: Schaden an Seekabeln führt zu weltweiten Internet-Ausfällen

Auf dem ägyptischen Festland wurden die Seekabel AAE-1 und Seamewe5 durchtrennt. Das war weltweit zu spüren.

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Der Bau des Seekabels AAE-1
Der Bau des Seekabels AAE-1 (Bild: Pakistan Telecommunication Company Ltd. (PTCL))

Ein Schaden an zwei Seekabeln in der Nähe von Ägypten hat in Ostafrika, dem Nahen Osten und Südasien und anderen Regionen zu Störungen geführt. Wie die pakistanische Telekommunikationsbehörde (Pakistan Telecommunication Authority - PTA) erklärte, wurden die Seekabel AAE-1 und Seamewe5 am 7. Juni 2022 repariert. Zu Störungen und einem Einbruch bei der Datenübertragung kam es zuvor in Pakistan, Dschibuti, Saudi-Arabien, Tansania und Somalia. Weltweit waren Störungen bei Google Cloud, Amazon Web Services und Microsoft Azure zu spüren, berichtet The Register.

Der Ausfall begann am 7. Juni 2022 gegen 14 Uhr (MESZ) und dauerte bis 19 Uhr. Doug Madory, Leiter Internetanalyse bei Kentik, sagte dem britischen Onlinemagazin The Register, es habe "weitreichende Auswirkungen" gegeben. "Es gibt nicht viele Details über den Ausfall, außer dass etwas an Land in Ägypten passiert ist." Daher sei die Reparatur in relativ kurzer Zeit möglich gewesen. Bei einer Zerstörung unter Wasser hätte die Reparatur mehrere Tage gedauert, betonte Madory.

Seekabel AAE-1 und Seamewe5 wurden immer wieder ausgebaut

AAE-1 (Asia-Africa-Europe 1) ist ein 25.000 Kilometer langes Seekabel, das 2017 online ging und 20 Landepunkte in Afrika, Europa und Asien verbindet. Es führt über Hongkong, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Thailand, Indien, Pakistan, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Jemen, Dschibuti, Saudi-Arabien, Ägypten, Griechenland, Italien und Frankreich. Es wurde ursprünglich von SubCom und NEC mit 100-GBit/s-Technologie für eine Systemkapazität von mehr als 40 TBit/s auf fünf Faserpaaren entwickelt und nach einem Zwischenschritt im Jahr 2022 auf 100 Tbit/s aufgerüstet.

Das Kabel Seamewe5, das seit 2016 in Betrieb ist, hat eine Länge von 20.000 km und deckt eine ähnliche Fläche ab. Der Abschnitt von Frankreich nach Sri Lanka wurde von Alcatel-Lucent (heute Nokia) und der Abschnitt von Sri Lanka nach Singapur von NEC gebaut. Die erste Erweiterung des Systems wurde im März 2018 abgeschlossen, was die Kapazität auf 17 TBit/s erhöhte. Im September 2019 wurde mit der 300G-Technologie von Ciena von 24 TBit/s auf 36,6 TBit/s aufgerüstet.

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