AACS: Beschlagnahmungen gegen Film-Ripper DVDFab
Ein New Yorker Bundesgericht hat der Beschlagnahmung von Domains, Bankkonten und Nutzerkonten für soziale Netzwerke des Herstellers der Software DVDFab zugestimmt. Geklagt hatte die Organisation AASC, die das Filmstudio Warner Bros., Disney, Microsoft, Intel und andere Konzerne vertritt. Das berichtet das Onlinemagazin Torrentfreak, dem Prozessunterlagen vorliegen. Ähnlich wie AnyDVD, Handbrake oder MacTheRipper ermöglicht DVDFab das Rippen von kopiergeschützten Filmen auf einen Datenspeicher.
Nach US-Gesetz ist es verboten, Software zur Umgehung von Kopierschutzvorrichtungen zu verbreiten. AACS beschuldigt die DVDFab Group, dagegen verstoßen zu haben.
Die Software der chinesischen DVDFab Group könne Kopierschutzvorrichtungen für Blu-rays und "alle anderen bekannten AACS-Kopierschutzvorrichtungen entfernen", heißt es in den Unterlagen.
Die Domain-Registratoren von DVDFab.com, DVDFab.net, DVDidle.com, 3d-videoconverters.com, 3dBluRay-ripper.com, Blu-Ray-ripper.us, Blu-Ray-Software.us, BluRayripper.jp, BluRaysbs3d.com, BluRaysoft.jp, CopyBiuRay.us, DVDFab.jp, DVDFab9.com und DVDvideosoft.jp müssen die Adressen sperren.
Zudem wurden die Hoster des Unternehmens verurteilt, ihre Dienste für DVDFab einzustellen. Zudem sollen Facebook, Twitter und Google+ die offiziellen Kundenkonten des Unternehmens schließen.
Mehrere Bankkonten wurden eingefroren und Bezahlungsabwickler Paypal, Amazon Payments, Visa und Mastercard dürfen nicht mehr für DVDFab tätig sein. Ein Sprecher des Unternehmens sagte Torrentfreak, dass temporäre Webadressen eingerichtet würden.
Ein ähnliches Vorgehen gegen weitere DVD-Ripper-Anbieter wie AnyDVD wird nun erwartet, so Torrentfreak.