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Aachener E-Auto-Pionier: e.GO erneut insolvent

Der Aachener Elektroautohersteller e.GO befindet sich erneut in finanziellen Schwierigkeiten.
/ Andreas Donath
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Der e.wave X von e.Go Mobile (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Der e.wave X von e.Go Mobile Bild: Werner Pluta/Golem.de

Wie e.GO am Freitagnachmittag mitteilte, wurde beim Amtsgericht Aachen ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens(öffnet im neuen Fenster) gestellt. Als Gründe für diesen Schritt nannte e.GO die aktuellen Herausforderungen in der Elektrofahrzeugindustrie sowie die Volatilität der Kapitalmärkte.

Die erhofften eigenkapitalbasierten Finanzierungsinstrumente konnten offenbar nicht im erwarteten Umfang und Tempo eingesetzt werden. Auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten seien aufgrund der derzeitigen Marktlage nur schwer zu realisieren. Für e.GO ist es bereits die zweite Insolvenz seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2015.

Große Hoffnungen auf dem e.wave X

Das Unternehmen, das aus dem Umfeld der RWTH Aachen hervorging, setzte sich zum Ziel, einen vollelektrischen Kleinwagen in Serie zu produzieren. Vom ersten Modell, dem e.GO Life, wurden jedoch nur wenige Exemplare gebaut und verkauft . Große Hoffnungen ruhten auf dem Nachfolgemodell e.wave X , für das angeblich bereits 11.000 Vorbestellungen vorlagen.

Doch offenbar führten Verzögerungen bei der EU-Modellzulassung des e.wave X zu erneuten finanziellen Problemen. Laut Berichten der Aachener Zeitung(öffnet im neuen Fenster) wurden die Produktionsmitarbeiter bereits vor einigen Wochen in Kurzarbeit geschickt, in der vergangenen Woche folgten dann auch andere Teile der insgesamt 320 Mitarbeiter zählenden Belegschaft.

e.Go Life Probe gefahren
e.Go Life Probe gefahren (03:00)

Investorengespräche sollen fortgesetzt werden

Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Anwalt Claus-Peter Kruth von der Kanzlei AndresPartner zeigt sich dennoch optimistisch. Er beabsichtigt, die laufenden Investorengespräche und Verhandlungen fortzusetzen, um Lösungen für den Fortbestand des Unternehmens zu finden. Zunächst gelte es jedoch, sich einen Überblick über die wirtschaftliche Ausgangslage zu verschaffen und alle Optionen zu prüfen.


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