A380-800: Airbus plant eigene Flugsuchmaschine

Der Flugzeughersteller Airbus geht unter die Suchmaschinenbetreiber. Über eine eigene Webseite lassen sich Verbindungen finden - allerdings nur mit ganz bestimmten Flugzeugen. Und ausgerechnet der wirklich neue Flieger des Flugzeugbauers fehlt.

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In Farnborough zeigt Airbus sein größtes Flugzeug mit der Werbung für die neue Suchmaschine.
In Farnborough zeigt Airbus sein größtes Flugzeug mit der Werbung für die neue Suchmaschine. (Bild: Airbus Group/F. Lancelot)

Der Flugzeughersteller Airbus will eine eigene Suchmaschine für Flugverbindungen anbieten. Die URL macht allerdings deutlich, dass es nur eine Verbindungskategorie geben wird: Iflya380.com kann lediglich Verbindungen finden, die mit dem vierstrahligen Doppeldecker-Jet Airbus A380 bedient werden. Bisher ist die Webseite allerdings nur ein Platzhalter, das Angebot soll in Kürze starten. Runway Girl Network hat bereits Vorab-Screenshots von der finalen Webseite.

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Damit richtet sich Airbus an Flugbegeisterte, die gerne einen bestimmten Flugzeugtyp nutzen wollen. Und gleichzeitig hofft der Flugzeughersteller, Bedarf für das Flugzeug zu erzeugen. Mittlerweile fliegen zwar schon sehr viele A380 um den Globus, Neubestellungen bleiben allerdings aus und auch zur gerade stattfindenden Farnborough Airshow kann Airbus nichts Gutes zu dem Modell vermelden. Es ist für Fluggesellschaften nicht einfach, die großen Flugzeuge gut auszulasten. Schon wegen der notwendigen Infrastruktur ist dies tendenziell nur zwischen großen Drehkreuzen möglich. Mit dem Aufkommen der neuen Generation mittelgroßer zweistrahliger Langstreckenflugzeuge, namentlich der Boeing B787 alias Dreamliner und Airbus' A350XWB gibt es starke Konkurrenz mit einem wirtschaftlichen Betrieb von Langstrecken zwischen relativ kleinen Flughäfen. Nebenbei werden die sonst notwendigen Kurzstreckenumwege als Zubringer eingespart.

Nach dem A350 kann der Nutzer nicht suchen

Und so fehlt in der Suchmaschine ausgerechnet Airbus' aktuelles Angebot, nämlich der A350XWB. Von diesem Typ sind erst eine Handvoll Maschinen unterwegs und werden noch teilweise auf der Mittelstrecke eingesetzt, um das Personal zu schulen. Wie der A380 gehört auch der A350 zu den Flugzeugen mit einer sehr modernen Kabine. Boeing profitiert mit seinem Dreamliner schon länger davon: Weniger Druckprobleme, höhere Luftfeuchtigkeit und eine geringere Geräuschkulisse zeichnen die neue Generation der Flugzeuge aus.

Es ist dagegen fraglich, ob der A380 noch lange sehr beliebt sein wird. Auch Airbus gibt voraussichtlich dem Druck der Luftfahrtunternehmen nach, die immer wirtschaftlicher fliegen wollen. Und das geht am besten, indem mehr Passagiere in ein Flugzeug gequetscht werden. Boeing hat das mit der Bestuhlung des Dreamliners vorgemacht, dort werden Fluggäste überwiegend in einer 3-3-3-Konfiguration untergebracht, also 9 Personen bei zwei Mittelgängen. Das ist unserer Erfahrung nach selbst bei einem Gangplatz unangenehm. Löbliche Ausnahmen sind die japanischen Fluggesellschaften ANA und JAL mit einer 2-4-2-Konfiguration. Die Preise sind pro Sitz deswegen allerdings in der Regel teurer.

Airbus versucht so eine enge Bestuhlung mit dem A380 anzubieten und plant sogar eine enge Premium-Economy-Sektion. Die soll es mit einer 3-3-3-Konfiguration im unteren Deck geben, wie Runway Girl Network berichtet. Zum Vergleich: Normalerweise wird dort die Premium Economy Class im A380 mit 2-4-2-Sitzen angeboten. Der Unterschied zur normalen Economy Class (3-4-3) ist marginal. Aber auch daran will Airbus etwas ändern: Die Economy Class wird einfach auf 3-5-3 verdichtet. Das wäre somit eher ein Grund, den A380 zu vermeiden und Airbus' neue Suchmaschine nicht zu benutzen. Doch noch ist es nicht so weit.

So oder so: Wer ein interessantes wie angenehmes Flugerlebnis sucht, braucht trotz aller neuer Technik in den Flugzeugen auch weiter ziemlich viele Grundkenntnisse. Da nützt es nichts, dass Airbus wie Boeing verstärkt versuchen, ihre neuen Produkte direkt bei Passagieren als besonders komfortabel zu bewerben. Man muss sich auch weiterhin durch viele Fußnoten wühlen, sei es, um gutes WLAN zu bekommen, ein fix reagierendes Entertainment-System oder eine Sitzkonfiguration, die den Mittelplatz akzeptabel erscheinen lässt. Denn leider gibt es keinen Standard dafür, wie eine Economy Class aussehen sollte. Da verfolgt jede Fluggesellschaft ihr eigenes Ziel, abhängig von der Region, aus der sie operiert.

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    Von Hanno Böck

M.P. 12. Jul 2016

Wobei das Airbus-Patent für die "Fahrradsättel" wohl wirklich angemeldet wurde... http...

pool 12. Jul 2016

Diejenigen, die nicht mehr zahlen wollen. Mehr Passagiere im gleichen Flugzeug bedeutet...

Iomegan 12. Jul 2016

Bin jetzt auch schon mehrmals A380 geflogen. Emirates und Quantas. Die ersten fünf...

Panzergerd 12. Jul 2016

...Egypt-Air-Flug 804?

jevermann 12. Jul 2016

Die Bezeichnung Doppeldecker bezieht sich auf die Tragflächen. Hier gibt es Eindecker...


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