A2 Hosting: Webhoster seit neun Tagen von Ransomware betroffen

Der US-Webhoster A2 hat seit etlichen Tagen ein Problem: Ransomware verbreitet sich bei Kunden. Diese sind verärgert - über den Vorfall und die fehlende Kommunikation der Entwickler. Betroffen sind anscheinend nur Windows-Server.

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Ransomware ist schlecht fürs Geschäft.
Ransomware ist schlecht fürs Geschäft. (Bild: Pixabay.com/CC0 1.0)

Seit knapp neun Tagen ist das Geschäft des Webhosters A2 Hosting gestört. Das Unternehmen ist Opfer eines Ransomware-Angriffs geworden und schafft es anscheinend nicht, das Problem schnell zu beheben, berichtet das IT-Magazin Zdnet. Demnach seien Kunden mittlerweile von diesem Vorfall genervt. Kein Wunder, denn sie können teilweise nicht auf ihre Webauftritte zugreifen. Betroffen sind wohl alle Windows-basierten Server, die A2 an zahlende Kunden vermietet.

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Diesen missfällt nicht nur die Situation selbst, sondern auch die offensichtliche Schweigsamkeit des Anbieters. "Keine Status-Updates seit dem 29. April, keine Reaktion auf Support-Anfragen, kein Online-Support-Chat, 194 Stunden Downtime und weiter steigend", schreibt der Kunde Ideal Technologies auf Twitter. Andere Nutzer berichten Zdnet von ihren Erfahrungen. "In den letzten acht Tagen habe ich mein Google-Such-Ranking verloren, was mich ein Jahr gekostet hat, zu erreichen", sagt ein verärgerter Anwender am 1. Mai 2019.

Möglicherweise Globeimposter 2.0

Die Ransomware wurde Informationen zufolge über das in Singapur angesiedelte Rechenzentrum verteilt. Die Schadsoftware konnte sich ungehindert über das A2-Netzwerk verteilen und breitete sich schließlich auf Windows-Serverinstanzen aus. Microsofts Betriebssystem ist aufgrund seiner Verbreitung ein beliebtes Ziel für Malware. Client- und Serverversionen basieren auf demselben NT-Kernel.

Es scheint, als basiere die Schadsoftware auf dem Programm Globeimposter 2.0, das sich per Remote Desktop Protocol verteilt. Ein betroffener Kunde will gesehen haben, dass seine Dateien mit der .lock-Endung verschlüsselt wurden. A2 hat den RDP-Zugriff auf Server daher abgeschaltet. Es ist unklar, ob auch redundante Systeme und Backups davon infiziert wurden. Zumindest einige Kundendaten sollen über Backup-Dateien wiederhergestellt werden. Je nach Größe der Datenmenge kann das dauern.

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