A10-6800K: AMDs Richland-APUs starten mit bis zu 4,4 GHz
AMD hat Wort gehalten und erneuert die Plattform rund um den Sockel FM2 mit neuen Prozessoren. Wenn der Mainboard-Hersteller ein entsprechendes Bios-Update bereitstellt, laufen die neuen CPUs auch in älteren Systemen.
Dabei nutzt AMD für das Upgrade der 2012er-Chips mit Codenamen Trinity – die neuen heißen Richland – zwar weiterhin 32-Nanometer-Fertigung. Durch eine Verfeinerung des Produktionsprozesses und höhere Takte gibt es aber je nach Modell entweder weniger Strombedarf oder mehr Rechenleistung.
Letzteres war beim schnellsten Richland, dem A10-6800K mit 4,1 bis 4,4 GHz, auch das Ziel. Dafür sind aber auch 100 Watt TDP nötig. Der Vorgänger, A10-5800K, kam auf 3,8 bis 4,2 GHz bei gleicher Leistungsaufnahme nach TDP. Ebenso gibt es aber auch sparsamere Modelle mit 65 Watt, dabei ist der zweitschnellste Richland A10-6700 bei 3,7 bis 4,3 GHz aber mit 149 US-Dollar für PC-Hersteller aber genau so teuer wie das Spitzenmodell. Ähnlich wie Intel lässt sich also auch AMD die sparsameren Prozessoren trotz weniger Leistung gut bezahlen.
Neben den x86-Kernen wurden auch die Radeon-Grafikeinheiten überarbeitet, sie sind im Schnitt fünf Prozent höher getaktet. Obwohl, genau wie bei den Notebook-Richlands, weiterhin die GCN-Architektur der Desktopkarten Radeon HD 7000 verwendet wird, nennt AMD die integrierten GPUs nun Radeon HD 8000.
Im Test unserer Kollegen von PC Games Hardware(öffnet im neuen Fenster) konnte der A10-6800K vor allem bei Spielen durch die 20 bis 30 Prozent schnellere Grafikeinheit Intels neuem Core i5-4570 mit Haswell-Architektur Konkurrenz machen. Diese CPU ist rund 40 US-Dollar teurer, aber in CPU-lastigen Tests auch schneller. Auch die kleineren Modelle sind interessant, insbesondere ist der A10-6700K so schnell wie der ältere A10-5800K, aber mit 65 statt 100 Watt TDP viel sparsamer.
Parallel zu den neuen APUs führt AMD auch eine neue Geschwindigkeitsklasse für Radeon Memory ein. Unter diesem Namen vertreibt das Unternehmen zusammen mit Partnern wie Patriot eigene DDR3-Speichermodule. Diese haben, ähnlich wie bei Intels XMP, eigene Speicherprofile, die von Mainboards erkannt werden können. Nun sind damit nicht mehr nur maximal effektiv 1.866 MHz, sondern auch 2.133 MHz zu erreichen.
Alle Richland-APUs sind laut AMD ab sofort erhältlich. Die Euro-Preise bei Hardwareversendern liegen dabei in der Regel leicht unter den OEM-Preisen in US-Dollar, die nur für PC-Hersteller und Wiederverkäufer in 1000er-Stückzahlen gelten.
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