A10-5800K bis A4-5300: AMD kündigt Desktop-Trinitys an und verärgert Tester
Mit einer beispiellosen Aktion hat sich AMD Unmut von Hardwaretestern eingebracht. Zwar dürfen diese, wenn sie die Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) des Chipherstellers einhalten wollen, zwar nun die technischen Daten der neuen A-Serie nennen. Verboten sind unter den Bedingungen des Vertrages aber Tests, die nur auf die CPU-Kerne ausgelegt sind, und Nennungen der Preise sowie Experimente mit Overclocking. Die Einzelheiten aus für US-Journalisten gedachten Unterlagen hat Techreport veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) , eine Stellungnahme von AMD(öffnet im neuen Fenster) dazu gibt es ebenfalls schon. Auch deutsche Medien sind davon betroffen, wie unter anderem 3DCenter berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Golem.de verzichtet daher bis zum endgültigen Fall der Sperrfrist auf Tests mit den neuen APUs, ein von AMD gestelltes Mainboard mit dem neuen Sockel FM2 sowie zwei Prozessoren liegen der Redaktion jedoch vor. Erwähnenswert ist dabei, dass AMD trotz der sehr ungewöhnlichen Bitte, vorerst nur Spielebenchmarks zu veröffentlichen, dabei nicht bestimmte Titel vorgeschrieben hat. Das gilt auch für die CPU-Tests, die nach dem Willen des Unternehmens erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden dürfen. Tester dürfen sich ihre Benchmarks zwar frei aussuchen, aber bisher nur solche Programme vermessen, die den Grafikteil des Chips stark belasten. Das ist uns aber für einen Test zu wenig.
Das Vorgehen ist besonders paradox, weil es zum Beispiel in Form des letzten Aldi-PCs die APUs schon seit Monaten mit Komplettrechnern zu kaufen gibt. Damit kann dann jeder selbst nachmessen, wie schnell die Chips – und auch deren CPU-Teile – wirklich sind. Zudem ist die Architektur durch die Trinity-Chips für Notebooks ebenfalls schon lange bekannt.
So bleibt anhand der freigegebenen technischen Daten bisher nur festzustellen, dass AMD zwar den CPU-Takt auf bis zu 4,2 GHz im Turbomodus gesteigert und die GPUs besser ausgestattet hat, das Konzept der APU aber sonst den Notebook-Trinitys folgt. Die Bausteine basieren im CPU-Teil auf der Bulldozer-Architektur , die Module statt vollständiger Kerne verwendet. Je zwei Integer-Cores – die sich dem Betriebssystem als eigenständige Kerne darstellen – teilen sich eine FPU und SIMD-Einheit. Gegenüber den ersten FX-Bulldozern hat AMD die Module leicht überarbeitet, sie tragen nun den Codenamen Piledriver. Bis zu 13 Prozent schneller sollen sie bei Single-Thread-Anwendungen sein.
Bei den Serien A10 und A8 gibt es zwei Module und damit vier Kerne und Threads, die Serien A6 und A4 stellen sich wie Dual-Cores dar. Sie verfügen zudem über 1 statt wie bei A10 und A5 4 MByte L2-Cache. Mit kleineren Modellnummern über die gesamte A-Serie sind auch Takt und Bestückung mit Rechenwerken des GPU-Teils immer geringer. Alle neuen APUs tragen auch den internen Codenamen Virgo. Nach offiziell unbestätigten Angaben kommen sie im Oktober 2012 in den Handel, erste ebenso unbestätigte Preisangaben , die auch für das schnellste Modell unter 140 US-Dollar liegen, gibt es auch schon.
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