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Der Showrunner plant langfristig

Die Serie legte mit rund 6,7 Millionen Zuschauern in den ersten drei Tagen einen überragenden US-Start hin und gehört damit zu einem der besten HBO-Starts. Die Resonanz von Kritik und Publikum ist gut. Bei Rotten Tomatoes(öffnet im neuen Fenster) erreicht die Serie bei Kritikern einen Wert von 93 Prozent, beim Publikum 77 Prozent.

Der Erfolg ergibt sich auch aus der authentischen, weniger düsteren und intimeren Erzählweise. Dass die Serie in ihrer Narration kleiner ist, macht sie paradoxerweise größer, weil eine Figur wie Dunk mehr zur Identifikation einlädt. Möchte man einen Vergleich herbeiführen, könnte man die Serie als die Game-of-Thrones-Version des Heath-Ledger-Films Ritter aus Leidenschaft sehen.

Die zweite Staffel wird 2027 kommen, wieder mit sechs Folgen. HBO plant, die drei gleichnamigen Novellen von George R.R. Martin zu verfilmen, Showrunner Ira Parker hat aber weit größere Ambitionen. Denn Martin hat eine Outline für gleich zwölf Novellen. Die Geschichten sollten rund fünf Jahrzehnte des Lebens des Ritters Dunk und seines Knappen Egg umfassen.

Parker sagte dem Hollywood Reporter(öffnet im neuen Fenster) , HBO plane drei Geschichten. "Aber ich würde zwölf machen. Jetzt vier, dann in zehn Jahren vier weitere und zehn Jahre später noch einmal vier – und wir würden sie ihr ganzes Leben lang begleiten. Es wäre dann so etwas wie [Richard Linklaters, Anm. d. Red.] Boyhood, nur in der Welt von Westeros."

Ob das praktikabel wäre, ist eine andere Frage. Bei zwei Jahren Produktion pro Staffel würde jeder Viererblock eine Produktionszeit von acht Jahren benötigen. Lässt man dazwischen noch ein Jahrzehnt vergehen, sprechen wir von einem Projekt, das mehr als 40 Jahre in Anspruch nehmen würde.

Allerdings ließe es sich auch ohne diese Wartezeiten realisieren, weil die Schauspieler im Verlauf von zwölf Staffeln genug altern würden, um mit ein bisschen Schminke auch die späteren Jahre abzudecken.

Doch das ist Zukunftsmusik, jetzt stehen erst mal die Adaptionen der vorhandenen Novellen an. Und das heißt, dass uns die Abenteuer des Heckenritters und seines Knappen noch einige Jahre begleiten werden.


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