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"Hallo Welt!" auf 9Front
"Hallo Welt!" auf 9Front (Bild: Screenshot Golem.de)

9Front: Der unterschätzte Beinahe-Unix-Nachfolger

"Hallo Welt!" auf 9Front
"Hallo Welt!" auf 9Front (Bild: Screenshot Golem.de)

Ein Betriebssystem mit dem Namen des schlechtesten Films aller Zeiten gegen das erfolgreichste OS aller Zeiten: Nach 30 Jahren Entwicklungszeit hat Plan 9 Unix nicht abgelöst - im Gegenteil.
Von Christoph Reiter

Vor 30 Jahren begannen Entwickler der Bell Labs, ein Betriebssystem zu entwickeln, das Unix ablösen sollte. Sie benannten es nach dem schlechtesten Film aller Zeiten: Plan 9 (from Outer Space). Heute entwickelt eine kleine Fangemeinde immer noch daran. Unix und seine Verwandtschaft in Form von GNU/Linux und Android sind erfolgreicher denn je, sein designierter Nachfolger dümpelt trotz überragender Netzwerkfähigkeiten in den Tiefen des Internets herum. Dabei ist das System eigentlich ziemlich interessant!

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Wie es dazu kam

Plan 9 wurde in den 1980er Jahren von den Bell Laboratories entwickelt. Maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren Rob Pike, Ken Thompson und Dennis Ritchie, die bereits den Grundstein für Unix gelegt hatten und die Programmiersprache C entwickelten. Plan 9 weist in der Konzeption sehr viele Parallelen zu Unix auf, sollte es aber vor allem in Bezug auf die Netzwerk- und Grafikfähigkeiten verbessern.

Auf Benutzerebene unterscheiden sich Unix und Plan 9 deutlich. Durch die Kommerzialisierung von Unix und die damit einhergehenden restriktiven Lizenzen fehlte ein Betriebssystem als Forschungsplattform. Plan 9 füllte diese Lücke, legte den Status eines Forschungsobjekts allerdings nie ab. Mitte der 1990er Jahre wurde es von GNU/Linux verdrängt, das aufgrund seiner freien Lizenz leichter erhältlich und veränderbar war.

Alles ist ein Dateisystem

Plan 9 erweitert das Konzept "Alles ist ein Dateisystem", das schon bei Unix in Grundzügen vorhanden war. Während es bei Unix und dem davon abgeleiteten Linux noch sogenannte IOCTL's, gerätespezifische Treiberaufrufe, gibt, werden bei Plan 9 alle Treiberfunktionen und Ressourcen im Dateisystem abgebildet. Die Grundlage dafür bildet das 9P-Protokoll.

  • So präsentiert sich 9Front beim ersten Start. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Installationsassistent ist sehr schlicht aufgebaut. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Textverarbeitung mit acme (Screenshot: Golem.de)
  • Das erste Programm auf 9Fron. (Screenshot: Golem.de)
  • Die vollständige Dokumentation wird natürlich mitgeliefert. (Screenshot: Golem.de)
  • Zur Entspannung eine Partie Mahjong. (Screenshot: Golem.de)
So präsentiert sich 9Front beim ersten Start. (Screenshot: Golem.de)

Ein weiteres wichtiges Designkonzept von Plan 9 ist die Auslegung auf verteiltes Rechnen. Da alles im Dateisystem abgebildet wird, ist es möglich, Prozesse eines entfernten Rechners in das lokale Dateisystem zu mounten und mit ihnen zu interagieren, als ob sie lokale Prozesse wären. So wird beispielsweise jeder erreichbare Server als Ordnerstruktur im Dateisystem dargestellt.

Von Plan 9 zu 9Front 

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Gromran 22. Feb 2017

Du meinst, sobald sich die FloppyDisk durchsetzt?

Crass Spektakel 15. Mär 2016

Ogott, Plan9... davon habe ich zum ersten Mal in der Uni erfahren und das ist schon...

Schrödinger's... 10. Mär 2016

So sieht's aus. Zu diesen (und anderen Themen) könnte man auch ganze Reihen von Artikeln...

PlanNine 10. Mär 2016

Ich habe Plan9 vor ca. 22 Jahren das erste mal wahrgenommen. Ich hatte den Eindruck das...



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