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970 Evo Plus: Samsung macht SSD schneller und langsamer

Wer sich eine 970 Evo Plus kauft, sollte genau hinsehen: Samsung hat bei der NVMe - SSD die Komponenten geändert - mit doppeltem Effekt.
/ Marc Sauter
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Samsungs 970 Evo Plus in der ursprünglichen Version (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Samsungs 970 Evo Plus in der ursprünglichen Version Bild: Martin Wolf/Golem.de

Nachträglich die Bauteile bei SSDs ändern, ist nicht neu - bei Samsung hat es das in dieser Form aber noch nicht gegeben: Bei der 970 Evo Plus wurden Komponenten ausgetauscht(öffnet im neuen Fenster) , weshalb die Leistung der SSD von der des Ursprungsmodells abweicht. Je nach Workload ist die neue Variante schneller oder langsamer.

Die bisherige 970 Evo Plus nutzt einen Phoenix-Controller mit PCIe Gen3 x4 und V-NAND v5 mit drei Bit pro Zelle (TLC). Für die geänderte Version setzt Samsung auf den Elpis-Controller der 980 Pro, welcher zu PCIe Gen3 x4 abwärtskompatibel ist. Dazu gibt es geänderten Flash-Speicher, wobei unklar ist, was hier genau zum Einsatz kommt.

Im AS-SSD-, im Atto-Benchmark und im Crystal Disk Mark ist mal die alte SSD flotter, mal liegt das neue Modell vorne. Größere Unterschiede gibt es, wenn der SLC-Puffer relevant wird: Bei der ursprünglichen 970 Evo Plus fasst dieser bis zu 42 GByte bei der 1-TByte-Variante, danach fällt die Schreibgeschwindigkeit von 1,75 GByte/s auf 1,5 GByte/s.

Samsung verwendet andere Packung

Die neue SSD kann gleich 115 GByte bei 2,6 GByte/s schreiben - bricht dann aber auf 800 MByte/s ein. Daher liegt die Vermutung nahe(öffnet im neuen Fenster) , dass Samsung statt 16x 512 GBit auf nur noch 8x 1.024 GBit bei den Speicherchips setzt. Je größer die Menge der zu schreibenden Daten, desto eher überholt die alte 970 Evo Plus die neue - bei unter 115 GByte hat die geänderte Version jedoch Vorteile.

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Für Endkunden ist der Wechsel der Komponenten durch eine abweichende Verpackung ersichtlich: Die ist hochkant bedruckt, als Produktnummer wird MZVL21T0HBLU genutzt. Im Data Sheet Rev 3.0 ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) spricht Samsung nur noch von einem Inhouse-Controller und verschweigt die Leistung, nachdem der SLC-Puffer aufgebraucht ist. In der ersten Revision wird noch der Phoenix-Chip genannt, auch die Schreibrate im TLC-Betrieb wird im Kleingedruckten aufgeführt.

Weitere Informationen gibt es hier in unserem Ratgeber zum Thema SSD oder Festplatte.


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