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96 Milliarden US-Dollar: Nvidia will mit Rekordeinnahmen Hugging Face kaufen

Bald will Nvidia über 100 Milliarden US-Dollar pro Quartal umsetzen. Das Geld fließt ins Software-Ökosystem und den Bau von Rechenzentren.
/ Johannes Hiltscher
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Nvidia erinnert ein wenig an Pacman. (Bild: Maxim Makarov, Pexels; Huggingface / Montage: Golem.de)
Nvidia erinnert ein wenig an Pacman. Bild: Maxim Makarov, Pexels; Huggingface / Montage: Golem.de / CC0 1.0

Wenig überraschend hat Nvidia auch im zweiten Quartal seines Geschäftsjahrs 2027 neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn vorzuweisen(öffnet im neuen Fenster). Noch interessanter ist allerdings ein Bericht des Finanzmagazins Business Insider(öffnet im neuen Fenster): Demzufolge verhandelt der Konzern aktuell eine Übernahme des beliebten Modell-Repositorys Hugging Face. 13 Milliarden US-Dollar könnte Nvidia sich Hugging Face kosten lassen.

An den Finanzen sollte es nicht scheitern: Mit 96,2 Milliarden US-Dollar Gewinn lagen Nvidias Umsätze im letzten Quartal nur knapp unter der 100-Milliarden US-Dollar-Marke, die im laufenden dritten Quartal mit etwa 108 Milliarden US-Dollar deutlich geknackt werden soll. Bei der Bruttomarge hingegen wird ein leichter Rückgang auf 74 Prozent erwartet, in den vergangenen Quartalen lag sie recht stabil bei rund 75 Prozent.

Ein Grund dafür könnte der Hochlauf der Produktion von LPU-Chips sein, die bei Inferenz höhere Token-Raten ermöglichen sollen (g+). Die Auslieferung der ersten Vera-Rubin-Systeme, welche die LPUs ergänzen können, läuft aktuell bereits. Nvidia macht dank der hohen Marge weiter satte Gewinne: Netto waren es im abgelaufenen Quartal fast 54 Milliarden US-Dollar.

Den Großteil der Umsätze macht mit rund 89 Milliarden US-Dollar die Rechenzentrumssparte aus. Deren Umsatzanteil ist binnen eines Jahres weiter gestiegen: Im Bereich Datacenter vermeldet Nvidia ein Umsatzplus von 117 Prozent, beim Gesamtumsatz sind es 108 Prozent. Nach GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) erwartet der Konzern für das laufende Fiskaljahr einen Steuersatz von 16 Prozent.

Nvidia bekommt ein exklusives Mega-Rechenzentrum

Vorerst stärkt Nvidia aber sein Cuda-Ökosystem: Cuda Python wurde als Version 1.0 veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster). Die Programmierschnittstelle (API, Application Programming Interface) soll damit nach Jahren der Entwicklung stabil sein, gravierende Änderungen nur noch mit Major-Releases erfolgen. Die Bibliothek ermöglicht die Nutzung von Cuda-Funktionen aus Python-Code.

Im Vorfeld hatte Nvidia noch den Zuschlag für ein Großprojekt erhalten: Der Konzern wird die erste Ausbauphase von Ports Pike in Ohio mit Kreditabsicherungen unterstützen(öffnet im neuen Fenster). Zunächst sollen 4,25 GW an Rechenzentrumskapazität gebaut werden, mit Option auf die verbleibenden 3,75 GW. Verbaut werden soll exklusiv Nvidia-Hardware, OpenAI will die gesamte Kapazität mieten. Im Rahmen der Kooperation investiert Nvidia 1,5 Milliarden US-Dollar in SB Energy. Die Softbank-Tochter ist für die Umsetzung des Projekts zuständig, zu dem ein eigenes Gaskraftwerk gehört.


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