900 Gigabyte pro Stunde: EM-Auftakt bringt Datenrekord im Mobilfunknetz von O2

Beim Eröffnungsspiel der EM 2024 Deutschland gegen Schottland am 14. Juni hat O2 Telefónica eine mobile Datennutzung von rund 900 Gigabyte pro Stunde verzeichnet. Das gab der Netzbetreiber am 19. Juni 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
Thomas Treß, Senior Product Manager für Big Data bei O2 Telefónica, erklärte, es gehe darum, Fotos und Videos "in den Stadien, auf den Fanmeilen, in der Kneipe und im Nachbargarten" zu verschicken.
In der Münchner EM-Arena wurden während des Spiels 1.500 GByte gestreamt. Das Datenvolumen vom vergangenen Freitag entspricht laut Telefónica dem bisherigen Höchstwert, der beim Champions-League-Finalspiel zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid am 1. Juni erreicht wurde. "Wenn schon beim EM-Eröffnungsspiel der Rekord der Champions-League eingestellt wird, dürfen wir gespannt sein, wie der Datendurchfluss in der Finalrunde ausfällt" , erklärte Treß.
Eine Auswertung der Mobilfunkdaten von O2 Telefónica gemeinsam mit Invenium Data Insights ergab, dass die deutschen Zuschauer mit knapp 40.000 in der Münchner Allianz-Arena in der Überzahl waren. Rund 20.000 schottische Fans feuerten ihr Team an. Danach folgten unter den ausländischen Fangruppen – allerdings mit weitem Abstand – Österreich (3 Prozent), USA (2 Prozent) und Polen (1 Prozent).
O2-Mobilfunknetz: Bewegungsprofile der Fans angelegt
Die meisten Schotten zogen laut den Bewegungsprofilen von O2 nach dem Schlusspfiff in die Münchner Stadtteile Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Neuhausen-Nymphenburg mit ihren vielen Bars, Kneipen und Clubs. Das Durchschnittsalter der Stadionbesucher lag laut dem Profiling bei 37,4 Jahren. Zwei Drittel der Fans auf den Rängen waren Männer.
Die Daten stellt O2 ausdrücklich auch der Polizei zur Verfügung: " Wir vernetzen in Deutschland 45 Millionen Menschen.Unsere Datenanalysen liefern vor und während Großveranstaltungen den Sicherheitsbehörden und Organisatoren wertvolle Entscheidungshilfen" , sagte Treß. Er betonte, die Auswertung der Mobilfunkdaten erfolge anonymisiert.