Der große Erfolg

Am 2. März 1933 war es so weit: Der Film feierte seine Premiere. Vom Fleck weg erwies sich King Kong und die weiße Frau als ein gewaltiger Erfolg, der vor allem auch der Tricktechnik zuzuschreiben ist. Immerhin präsentierte O'Brien hier Effekte, die das Publikum noch nie zuvor in dieser Perfektion gesehen hatte. Selbst heute, mehr als 80 Jahre später, wirken die Stop-Motion-Szenen noch immer beeindruckend.

Der Film spielte ein Mehrfaches des Produktionskosten von 672.000 US-Dollar ein und überzeugte die Filmfirma RKO davon, in eine Fortsetzung zu investieren. Noch im selben Jahr wurde Son of Kong (1933) nachgeschoben, bei dem Schoedsack alleine Regie führte.

Für diesen Schnellschuss stand ihm jedoch nur ein Drittel des Budgets von King Kong und die weiße Frau zur Verfügung, weswegen der Film bei Weitem nicht mehr so imposant wirkt wie das Original. O'Brien war zudem erzürnt, dass er die Effekte viel schneller fertigen und dabei mit einem weitaus geringeren Budget auskommen musste.

Darum ließ er den Großteil der Stop-Motion auch von seinem Assistenten E.B. Gibson ausführen, wodurch er stillen Protest gegen RKO üben wollte. Der Film kostete nur 250.000 Dollar und wurde innerhalb von neun Monaten produziert. Ein Fünftel des Budgets war dabei für die Effekte anvisiert. Aber nicht nur der Film machte O'Brien damals zu schaffen, sondern auch eine persönliche Tragödie: Seine erste Frau Hazel Collette erschoss im Oktober 1933 erst die beiden gemeinsamen Söhne im Teenager-Alter und dann sich selbst.

Nach der Uraufführung

King Kong und die weiße Frau wurde noch produziert, bevor der sogenannte Hays Code 1933 in Kraft trat. Dieser sollte dafür sorgen, dass Moral und Anstand auf der Leinwand eingehalten werden. Entsprechend wurde der Film zensiert. Einige Szenen fielen der Schere zum Opfer.

Solche, in denen man sieht, wie Kong Einheimische frisst; wie er eine Frau, die er irrtümlich für Ann hält, achtlos fallen lässt; wie Seeleute auf der Insel von riesigen Spinnen, Insekten und reptilienartigen Monstern angegriffen werden.

Die weiteren Karrieren

Merian C. Cooper war als Produzent noch bis in die 1950er Jahre aktiv. Edgar Wallace erlebte die Premiere seines Films nicht mehr. Hauptdarstellerin Fay Wray war ebenso wie ihr Co-Star Robert Armstrong bis in die 1960er Jahre in Hollywood-Produktionen zu sehen.

Willis O'Brien versuchte sich noch an verschiedenen Projekten, die wenigsten kamen über die Planungsphase hinaus. Nach King Kong und die weiße Frau arbeitete er nur noch bei Son of Kong (1933), Panik um King Kong (1949) und The Black Scorpion (1957) mit.

In den späten 1980er Jahren gab es eine kolorierte Fassung von King Kong und die weiße Frau, die von Fans jedoch abgelehnt wird. Ein erstes Remake folgte im Jahr 1976 von Produzent Dino De Laurentiis, ein zweites 2005 von Peter Jackson. Beides sind gute Filme, den Charme des achten Wunders der Welt erreichen sie aber nicht.

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 Von den Dinosauriern zum Riesenaffen
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