9 Terabit: Coronavirus und CoD treiben DE-CIX zu neuem Datenrekord

In Zeiten des Coronavirus werden Internetdienste stark genutzt. Zum Datenrekord am DE-CIX hat wohl auch ein Call-of-Duty-Release beigetragen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Traffic-Spitzenwert wurde gegen 21 Uhr erreicht.
Der Traffic-Spitzenwert wurde gegen 21 Uhr erreicht. (Bild: DE-CIX)

Am Internetknoten DE-CIX in Frankfurt am Main ist am 10. März 2020 ein neuer Spitzenwert beim Datendurchsatz gemessen worden. Mit mehr als 9,1 Terabit pro Sekunde sei eine "neue Weltrekordmarke" gesetzt worden, teilte der Betreiber am Mittwoch mit. Der neue Rekordwert mache deutlich, "dass durch die Jahreszeit, wie auch die außergewöhnliche Situation, die die Menschen derzeit durch den Covid-19 Virus erleben, die Internetnutzung eine immer größere Rolle spielt". Der Spitzenwert wurde der Statistik zufolge gegen 21 Uhr erreicht. Um 20 Uhr war zudem das Actionspiel Call of Duty Warzone zum Download freigeschaltet worden.

Stellenmarkt
  1. Linux DevOps Professional (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg im Breisgau
  2. IT-Systemadministrator (m/w/d) für IT-Helpdesk
    ASYS Group - ASYS Automatisierungssysteme GmbH, Dornstadt bei Ulm
Detailsuche

Dem DE-CIX zufolge war die Marke von 8 Terabit pro Sekunde im Dezember 2019 erstmals überschritten worden. Damit sei der Datendurchsatz in nur wenigen Monaten um mehr als zwölf Prozent gesteigert worden. "Der DE-CIX in Frankfurt ist und bleibt somit der Internetknoten mit dem höchsten Datendurchsatz weltweit", hieß es. Generell bewege sich der Datenverkehr an Internetknoten entlang von Wellenbewegungen und spiegele den täglichen Internet-Nutzungsrhythmus wider, beginnend morgens um 6 Uhr mit seinem Höhepunkt gegen 21 Uhr. Auch saisonale Veränderungen könnten registriert werden.

Im vergangenen September 2019 hatte der DE-CIX die Marke von 7,1 Terabit geknackt, als Apple seine iOS-Version 13 ausgeliefert hatte.

Für noch mehr Datentraffic im Netz sorgen allerdings Updates von größeren Videospielen. So verzeichnete der Netzwerkbetreiber Akamai beim Update von Fortnite Chapter 2 einen Traffic von bis zu 106 Terabit pro Sekunde. Allerdings liefert Akamai die Daten über sein Content Delivery Network (CDN) dezentral aus, um den Datenverkehr über die Internetknoten zu reduzieren. Streaminganbieter wie Netflix verfügen sogar über eigene CDN. Zudem bezahlt Netflix die US-Kabelnetzbetreiber für das Peering, um einen besseren Zugang zu den Nutzern zu bekommen.

Nachtrag vom 11. März 2020, 12:51 Uhr

Golem Akademie
  1. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    , Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    10. November 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Zu dem Datenrekord dürfte auch die Veröffentlichung von Call of Duty Warzone beigetragen haben. Der kostenlose Download hat - je nach Plattform - eine Größe von 83 bis 101 GByte. Besitzer der aktuellen Version von Modern Warfare mussten nur 18 bis 22 GByte laden. Sie konnten Warzone ab 16 Uhr deutscher Zeit an starten, alle anderen um 20 Uhr.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Geigenzaehler 12. Mär 2020

Was brauchst du fuer einen Hamster ein Rezept? Ab in die Mikrowelle damit, lernt man doch...

PiranhA 12. Mär 2020

Nop, das ist nur ein Public-Peering Knoten, wovon es auch mehrere in Deutschland gibt...

Eierspeise 11. Mär 2020

Der Plunder Mode ist anders als Battle Royale und recht spaßig, finde ich.

jimbokork 11. Mär 2020

Wo genau war in meinem von dir zitiertem Text die Beleidigung einer Person oder Gruppe...

Prokopfverbrauch 11. Mär 2020

Hatte mir das schon vor ein paar Tagen gedacht und hätte sogar ziemlich genau Tag und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prozessoren
Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
Artikel
  1. Zu wenig Triebwerke: Musk warnt vor SpaceX-Pleite
    Zu wenig Triebwerke
    Musk warnt vor SpaceX-Pleite

    Elon Musk sieht sich der nächsten "Produktionshölle" ausgesetzt. Dieses Mal stockt die Fertigung im Raumfahrtunternehmen SpaceX.

  2. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  3. Factorial Energy: Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien
    Factorial Energy
    Mercedes und Stellantis investieren in Feststoffbatterien

    Durch Festkörperakkus sollen Elektroautos sicherer werden und schneller laden. Doch mit einer schnellen Serienproduktion ist nicht zu rechnen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /