Abo
  • Services:
Anzeige
Der Next Thing Chip
Der Next Thing Chip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

9-Dollar-Chip von Next Thing ausprobiert: Das kleine Schwarze zum Basteln und Spielen

Der Next Thing Chip
Der Next Thing Chip (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als der Bastlerrechner Chip angekündigt wurde, unterbot er alle bisherigen Preise. Doch schon der Verzicht auf einen HDMI-Ausgang deutet auf einen Computer hin, der nicht alle Ansprüche bedienen will und kann.
Ein Test von Alexander Merz

Als die Crowdfunding-Kampagne für den Chip-Bastelcomputer im Frühling 2015 begann, war die Finanzierung innerhalb kürzester Zeit gesichert. Kein Wunder, versprach der Hersteller Next Thing doch einen WLAN- und Bluetooth-fähigen Bastelcomputer zum Preis von 9 US-Dollar. Der Computer wurde im Juni an die Unterstützer ausgeliefert. Mittlerweile kann er vom Hersteller auch regulär für diesen Preis gekauft beziehungsweise vorbestellt werden. Doch die Konkurrenz hat längst nachgezogen: Den Raspberry Pi Zero gibt es ab 5 Euro, der kürzlich vorgestellte Nanopi-Neo kostet in der billigsten Variante 8 US-Dollar. Absolut gesehen sind aber weder der Preis noch die Preisdifferenzen nennenswert. Sinnvoller ist die Frage, welche Ansprüche und Nutzungsszenarien der Chip tatsächlich erfüllen kann.

Käufer erhält ordentliche Technik

Der zentrale SoC des Chip ist ein Allwinner R8, eine modifizierte Version des Allwinner A13. Sein einzelner Kern ist mit 1 GHz getaktet, außerdem enthält er eine Mali400-GPU und er verfügt über 512 MByte RAM. Für die WLAN-Funktion nach 802.11b/g/n und für Bluetooth 4.0/LE besitzt der Chip ein Modul auf Basis eines Realtek RTL8723BS, Anschlüsse für externe Antennen sind nicht vorhanden.

Anzeige

Als Massenspeicher kommt statt einer (Micro-)SD-Karte ein NAND-Flashspeicher zum Einsatz, der eine formale Kapazität von 4 GByte bietet. Formal deshalb, da es sich eigentlich um ein 8-GByte-Modul handelt. Da das verwendete Dateisystem UBIFS aber nicht mit MLC-Speicher umgehen kann, wird der Flashspeicher nur mit einem Bruchteil seiner möglichen Kapazität benutzt, außerdem gibt es bei UBIFS noch eine ganze Reihe anderer Merkwürdigkeiten.

  • Der Chip ist mit 9 US-Dollar preiswert...(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... aber auch sparsam mit Anschlüssen ausgerüstet.(Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit dem hier gezeigten Zubehör steigt der Preis auf 31 US-Dollar. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Preistreiber ist der HMDI-Aufsatz. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenigstens bleibt der Chip auch mit dem Aufsatz kompakt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein dünner Akku dazu und die mobile Spielelösung passt immer noch in die Jackentasche. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Chip positioniert sich nicht nur in der Größe zwischen dem Raspberry Pi Zero und 3, sondern auch bei der Leistung. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Der Chip ist mit 9 US-Dollar preiswert...(Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Die Video- und Audioausgabe erfolgt über eine vierpolige 3,5-mm-Klinkenbuchse, die Videoübertragung per FBAS/Composite Video. Für Peripherie steht ein einzelner USB-Host-Anschluss bereit. Mit Strom versorgt wird der Chip über eine OTG-fähige Micro-USB-Schnittstelle. Alternativ kann auch ein einzelliger 3,7V-LiPo-Akku angeschlossen werden, der Akku kann auch über den Chip geladen werden und als USV dienen.

Sparsam mit GPIO-Pins ausgestattet

Die beiden Doppel-Pinleisten mit je 40 Kontakten sehen zwar beeindruckend aus, doch darunter befinden sich nur acht GPIO-Pins - die aktuellen Raspberry-Pi-Modelle bieten doppelt so viel. Nichtsdestotrotz eröffnen die Pinleisten für Bastler einige Optionen, so stehen zum Beispiel zwei I2C-Anschlüsse bereit, ein PWM-Pin und ein Analog-Digital-Konverter. Die überwiegende Anzahl der Pins dient aber zum Anschluss eines berührungsempfindlichen Displays und einer Kamera per CSI.

Der Chip mit seiner schwarzen Platine wirkt klein und ist trotzdem recht handlich, aufgrund der Pinleisten auch recht griffig. Die Anschlüsse befinden sich an den beiden Enden. Erst im direkten Vergleich mit einem Raspberry Zero fällt auf, dass der Chip tatsächlich doppelt so breit wie dieser ist.

Anstecken und loslegen 

eye home zur Startseite
weltraumkuh 12. Sep 2016

kann jemand mir ein günstiges Touch-Display empfehlen (kann auch sehr klein sein)?

redwolf 07. Sep 2016

Du hast diesen Link vergessen: https://medium.com/@ecaron/why-i-stopped-hacking-the...

rwrw 05. Sep 2016

Unterstützung für MLC NAND ist bereits in Arbeit: http://lists.infradead.org/pipermail...

MattiasSch 05. Sep 2016

In dieser gesamten Allwinner-Ecke ist der Software-Support ziemlich gruselig für Leute...

dmal77 05. Sep 2016

https://de.wikipedia.org/wiki/KWT



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  2. LAUER-FISCHER ApothekenService GmbH, Wuppertal
  3. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Schweinfurt
  4. BWI GmbH, Bonn, München


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 74,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. WLAN

    Zahl der Vodafone-Hotspots steigt auf zwei Millionen

  2. Linux-Grafiktreiber

    Mesa 17.3 verbessert Vulkan- und Embedded-Treiber

  3. Gemini Lake

    Intel bringt Pentium Silver mit Gigabit-WLAN

  4. MG07ACA

    Toshiba packt neun Platter in seine erste 14-TByte-HDD

  5. Sysinternals-Werkzeug

    Microsoft stellt Procdump für Linux vor

  6. Forschungsförderung

    Medizin-Nobelpreisträger Rosbash kritisiert Trump

  7. Sicherheit

    Keylogger in HP-Notebooks gefunden

  8. IBM AC922

    In Deep Learning schlägt der Power9 die X86-Konkurrenz

  9. FTTH

    Telekom kündigt weitere Glasfaser-Stadt an

  10. 2-Minuten-Counter gegen Schwarzfahrer

    Das sekundengenaue Handyticket ist möglich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundesregierung: Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
Bundesregierung
Mit verdrehten Zahlen gegen die ePrivacy-Verordnung
  1. Steuerstreit Apple zahlt 13 Milliarden Euro an Irland
  2. Rechtsunsicherheit bei Cookies EU warnt vor Verzögerung von ePrivacy-Verordnung
  3. Datenschutz EU-Parlament stimmt ePrivacy-Verordnung zu

Dynamics 365: Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
Dynamics 365
Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
  1. Microsoft Kollaboratives Whiteboard als Windows-10-Preview verfügbar
  2. Microsoft-Studie Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe
  3. Connect 2017 Microsoft setzt weiter auf Enterprise-Open-Source

Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV
Amazon Video auf Apple TV im Hands on
Genau das fehlt auf dem Fire TV
  1. Amazon Verkaufsbann für Apple TV bleibt bestehen
  2. Smartphone-Speicherkapazität Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollte
  3. Mate 10 Pro im Test Starkes Smartphone mit noch unauffälliger KI

  1. Voll leise!

    Arsenal | 16:33

  2. Re: Über die Kosten erfährt man nichts

    DooMMasteR | 16:32

  3. sehr gut!

    mrgenie | 16:31

  4. Re: Die einzig wirkliche Lösung des Problems

    mcnesium | 16:31

  5. Re: Kundenfreundlichkeit vs. Schwarzfahrangst

    My1 | 16:31


  1. 15:57

  2. 15:20

  3. 15:00

  4. 14:46

  5. 13:30

  6. 13:10

  7. 13:03

  8. 12:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel